Alle an den Galgen!
Der politische "Takeoff" der "Hitlerbewegung" bei den Salzburger Gemeindewahlen 1931
By (author) Franz Schausberger
Hardback (Published)
(August 2005)
ISBN: 9783205773405
7.09 x 9.72 inches
Price: $57.00
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Die entscheidende Frage ist immer: wie konnte es so weit kommen? Am Beispiel der Gemeindewahlen vom 29. Marz 1931 in Stadt und Land Salzburg wird der politische Durchbruch der Nationalsozialisten – damals noch mehrheitlich “Hitlerpartei” genannt – dokumentiert. Historische Analysen von Wahlen Anfang der 1930er Jahre auf regionaler und lokaler Ebene tragen zur Erhellung der Frage nach den Voraussetzungen fur den Aufstieg des Nationalsozialismus bei. Schon damals liessen die “Hitlerianer” keinen Zweifel an ihren “morderischen” Absichten im Falle ihrer Machtergreifung. Kaum jemand nahm ihre Androhungen ernst, kaum jemand reagierte. Die in vielen Gemeinden wahlwerbenden Wirtschafts- und Einheitslisten, auf denen Vertreter der Christlichsozialen, der Grossdeutschen, des Landbundes, nicht selten auch der Heimwehren und manchmal sogar der Nationalsozialisten gemeinsam gegen “den Marxismus” kandidierten, fuhrten zu einer Senkung der “Hemmschwelle” gegenuber den Nationalsozialisten. Diese oftmals als “unpolitisch” bezeichneten Listen konnen als “Durchgangslager” vom burgerlich-nationalen Lager zum Nationalsozialismus angesehen werden. Denn es war wohl den Wahlern schwer verstandlich zu machen, dass der “Listenpartner” auf kommunaler Ebene plotzlich bei Bundes- oder Landeswahlen als besonders gefahrlicher politischer Feind angesehen werden sollte.
Die entscheidende Frage ist immer: wie konnte es so weit kommen? Am Beispiel der Gemeindewahlen vom 29. Marz 1931 in Stadt und Land Salzburg wird der politische Durchbruch der Nationalsozialisten – damals noch mehrheitlich “Hitlerpartei” genannt – dokumentiert. Historische Analysen von Wahlen Anfang der 1930er Jahre auf regionaler und lokaler Ebene tragen zur Erhellung der Frage nach den Voraussetzungen fur den Aufstieg des Nationalsozialismus bei. Schon damals liessen die “Hitlerianer” keinen Zweifel an ihren “morderischen” Absichten im Falle ihrer Machtergreifung. Kaum jemand nahm ihre Androhungen ernst, kaum jemand reagierte. Die in vielen Gemeinden wahlwerbenden Wirtschafts- und Einheitslisten, auf denen Vertreter der Christlichsozialen, der Grossdeutschen, des Landbundes, nicht selten auch der Heimwehren und manchmal sogar der Nationalsozialisten gemeinsam gegen “den Marxismus” kandidierten, fuhrten zu einer Senkung der “Hemmschwelle” gegenuber den Nationalsozialisten. Diese oftmals als “unpolitisch” bezeichneten Listen konnen als “Durchgangslager” vom burgerlich-nationalen Lager zum Nationalsozialismus angesehen werden. Denn es war wohl den Wahlern schwer verstandlich zu machen, dass der “Listenpartner” auf kommunaler Ebene plotzlich bei Bundes- oder Landeswahlen als besonders gefahrlicher politischer Feind angesehen werden sollte.
- By (author) Franz Schausberger
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