Kommunikation des Glaubens
Gottesbeziehung als Kategorie praktisch-theologischer Theoriebildung
By (author) Thomas Micklich
Paperback (Published)
(September 2009)
ISBN: 9783525624098
6.1 x 9.13 inches
Price: $112.00
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Der Glaubensbegriff muss sowohl die Frage nach der Wirklichkeit Gottes wie die nach der Wirklichkeit des Glaubens des Subjekts adressieren.
English summary: The main subject of this study is the fundamental problem of the relation between God and man. The argument is as follows: The traditional concept of the relationship between God and man exhibits a dyadic nature of the relational structure. This approach, however, leads to aporetical problems that can not be dismissed on the same grounds. The only solution could be to think of the relation between God and man as an irreducibly triadic relation. The logical form of that relation would then be conceptualised materially as the social relation of intersubjectivity thereby not proposing God to be the other subject to man, but another human being. It is rather God to be thought of as the fundamental relation between the related human subjects and accordingly the precondition of true humanity. German text. German description: Thomas Micklich geht es um die Gottesbeziehung des Menschen. Der Denkbarkeit dieser Voraussetzung des Glaubens stellen sich aber rationalitatslogische Probleme in den Weg. Die Studie verfolgt eine doppelte Strategie. Einerseits sollen implizite Voraussetzungen theologischen Denkens expliziert sowie innere Widerspruchlichkeiten offen geleget, andererseits einzelne Konstellationen des Glaubens in den Blick genommen werden. Die Hauptthese der Studie ist, dass die Gottesbeziehung in der Regel als eine zweistellige Relation gedacht wird. Diese Konzeption ist jedoch aporetisch, aber nicht als Aporie des Glaubens, sondern der zugrunde liegenden rationalitatslogischen Struktur. Die Perspektive, die die Studie zu eroffnen sucht, ist, die Gottesbeziehung als eine genuin dreistellige Relation zu denken. Dieser formalen Pointe entspricht ihre materiale Fassung als soziale Beziehung der Intersubjektivitat. Intersubjektivitat besteht dabei nicht zwischen Gott und Mensch, sondern zwischen Mensch und Mensch, derart, dass Gott als die Beziehung der Bezogenen zu denken ist. Nur so kann vermieden werden, dass der Mitmensch zur blossen Randbedingung der Gottesbeziehung des Anderen wird, fur die er vielmehr mitkonstitutiv ist. Dies ist denkbar auf der Basis einer transitiven – triadischen – Relation. Die Kommunikation des Glaubens kann nun als eine spezifische Geschichte Gottes mit dem Menschen, als seine sozial fur uns wirkliche Mitmenschlichkeit, begriffen werden, deren Transzendenz sich inmitten unserer Welt erfahrbar realisiert.
Dr. theol. Thomas Micklich ist Mitarbeiter der Philosophischen Fakultät der Universität MĂ¼nster.
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