Herrschaft und Loyalität in der spätosmanischen Gesellschaft

Das Beispiel der multikonfessionellen Herzegowina

By (author) Hannes Grandits

Book cover: Herrschaft und Loyalität in der spätosmanischen Gesellschaft

Extent: 808 pages

Publisher: Böhlau Verlag Wien

Subjects: Social Sciences 

Series: Zur Kunde Sudosteuropas

Language: German

Paperback (Published)

(May 2008)

ISBN: 9783205778028

5.67 x 8.07 inches

Price: $163.00

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Die Reformer der Tanzimat, des grossen, am “Westen” ausgerichteten osmanischen Modernisierungsprojekts im 19. Jahrhundert, versuchten angesichts einer fortschreitenden europaischen Expansionspolitik das Bestehen des Osmanischen Reiches zu retten. Ein zentraler Aspekt war hierbei eine “Erneuerung” der herrschaftlichen Ordnung. Als Folge wurden in vielen Bereichen – nicht nur in der gesamtstaatlichen Regierungspraxis, sondern auch regional und lokal – selbst tief etablierte Machtbeziehungen radikal in Frage gestellt. Bis in die entferntesten Provinzen war dieser Reformanlauf zu spuren. Am Beispiel einer der vielen multikonfessionellen, multiethnischen Regionen des spatosmanischen Sudosteuropa, jener der Herzegowina, zeigt dieses Buch, wie sich das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen verschiedener sozialer und konfessioneller Zugehorigkeiten in dieser Zeit gestalten konnte und wie es von dem auf die Agenda gesetzten “Aufbruch in die Moderne” betroffen wurde. Mit besonderem Interesse wird dabei auf alltagliche Macht- und Loyalitatsbeziehungen geblickt. Letztlich wird dabei auch der Frage nachgegangen, wieso in den 1870er Jahren im sogenannten Herzegowinischen Aufstand diese Region in eine gewaltuberschattete Anarchie schlittern konnte.

Hannes Grandits lehrt und forscht am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin als Professor für Südosteuropäische Geschichte.

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