Das Ende des Babylonischen Exils
Kulturgeschichtliche Epochenwende in der Literatur der letzten irakisch-jüdischen Autoren
By (author) Heidy Margrit Müller By (author) Anat Feinberg By (author) Kamal Odischo Kolo
Hardback (Published)
(September 2011)
ISBN: 9783895008283
6.69 x 9.45 inches
Price: $117.00
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āDas Ende des Babylonischen Exilsā setzt sich mit der Literatur irakisch-jüdischer Autoren des spƤten 20. und des frühen 21. Jahrhunderts auseinander, die von einer einzigartigen Vergangenheit zeugen: von dem friedlichen, wenngleich oft spannungsvollen nachbarlichen Zusammenleben der Juden mit Muslimen und Christen in Mesopotamien. Auch die Schwierigkeiten des Neuanfangs nach der Vertreibung der irakischen Juden werden berücksichtigt. Dabei erscheint der āOrientā aus überraschenden Blickwinkeln, kaum weniger bunt und lebensvoll als in den āMƤrchen aus Tausendundeiner Nachtā, obwohl die geschilderte RealitƤt keineswegs mƤrchenhaft ist.<br/><br/>Untersucht werden nicht nur arabischsprachige Werke von Samir Nakasch und Schmuel Moreh, sondern auch hebrƤische Romane und ErzƤhlungen von Sami Michael, Schimon Ballas und Eli Amir, der auf Englisch verƶffentlichte Romanerstling der in Deutschland lebenden Mona Yahia und Werke des kanadischen Schriftstellers NaĆÆm Kattan, sondern auch Memoiren von āNachgeborenenā wie Marina Benjamin und Ariel Sabar sowie Neuerscheinungen des israelischen Autors Almog Behar und der irakisch-muslimischen Exilschriftsteller Ali Badr und Najem Wali.<br/>
English summary: “Das Ende des Babylonischen Exils” is the first comprehensive German-language study of Iraqi-Jewish literature. It is also the first study on the subject to consider memoirs written after 2003 as well as novels published by Iraqi Muslim authors, and offers new insights about literary works that shed light on a period in cultural history that is almost forgotten but still of great consequence today. The book explores literary works of Iraqi-Jewish authors of the late 20th and early 21st centuries. Arabic novels by Samir Naqqash and Shmuel Moreh are studied alongside literary works published in Hebrew by Sami Michael, Shimon Ballas and Eli Amir, novels by the French-Canadian writer Naim Kattan and Mona Yahia’s first novel in English. Also the writings of the youngest generation, born after the Jews’ expulsion from Iraq, are commented on: Marina Benjamin’s and Ariel Sabar’s memoirs as well as new releases by the Israeli author Almog Behar and the Iraqi-Muslim exile writers Ali Badr and Najem Wali. With its in-depth analysis of recent novels by Iraqi Muslim authors in exile, this study offers insight into a literary corpus that presents new perspectives on the former Jewish population of Mesopotamia.The literary works of Iraqi-Jewish authors deal with the formerly peaceful, though often fragile coexistence of Jews with Muslims and Christians in Mesopotamia. They also portray the “Farhood” pogrom of June 1941 and the plight of expelled Iraqi Jews in their new homelands. Their works reveal surprising aspects of an “Orient” that does not resemble the fairy-tale world of “A Thousand and One Nights”, but is just as colourful and vibrant. German description: “Das Ende des Babylonischen Exils” ist die erste umfassende deutschsprachige Abhandlung uber irakisch-judische Literatur. Im Unterschied zu anderen Studien werden darin auch Memoiren aus der Zeit nach 2003 sowie Romane irakisch-muslimischer Exilautoren berucksichtigt. Das Werk enthalt zahlreiche neue Einsichten uber literarische Werke, die sich mit einer weithin vergessenen oder verdrangten Epoche beschaftigen, deren Auswirkungen heute noch virulent sind.In diesem Buch werden literarische Werke irakisch-judischer Schriftsteller des spaten 20. und fruhen 21. Jahrhunderts untersucht. Dabei werden nicht nur arabischsprachige Werke von Samir Nakasch und Schmuel Moreh berucksichtigt, sondern auch hebraische Romane und Erzahlungen von Sami Michael, Schimon Ballas und Eli Amir, der auf Englisch veroffentlichte Romanerstling der in Deutschland lebenden Mona Yahia und Werke des kanadischen Schriftstellers Naim Kattan, sondern auch Memoiren von “Nachgeborenen” wie Marina Benjamin und Ariel Sabar sowie Neuerscheinungen des israelischen Autors Almog Behar und der irakisch-muslimischen Exilschriftsteller Ali Badr und Najem Wali. Bei der Analyse von zeitgenossischen Werken im Exil lebender irakisch-muslimischer Schriftsteller zeigt sich, dass die Geschichte und die Vertreibung der irakischen Juden darin aus einer grundlegend neuen Perspektive eingeschatzt werden.Die literarischen Werke der Schriftsteller irakisch-judischer Herkunft setzen sich mit dem fruheren friedlichen, wenngleich spannungsvollen nachbarlichen Zusammenleben der Juden mit Muslimen und Christen in Mesopotamien auseinander. Auch der “Farhud”-Pogrom vom Juni 1941, das Problem der Sprachwahl und die Schwierigkeiten des Neuanfangs nach der Vertreibung der irakischen Juden werden berucksichtigt. Dabei erscheint der “Orient” aus uberraschenden Blickwinkeln, kaum weniger bunt und lebensvoll als in den “Marchen aus Tausendundeiner Nacht”, obwohl die geschilderte Realitat keineswegs marchenhaft ist.
- By (author) Heidy Margrit Müller
- By (author) Anat Feinberg
- By (author) Kamal Odischo Kolo
āDie Rezensentin kommt zu dem Ergebnis, dass dem Verfasserteam eine sehr lesenswerte Studie gelungen ist. Sie zeichnet sich durch eine klare, nachvollziehbare Sprache aus. Die Geschichte der Juden im Irak, deren Vertreibung und Ankunft in Israel wird durch erhellende Hintergrundinformationen für den Leser verstƤndlich. Die literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit unzƤhligen Werken irakisch-jüdischer Autoren gibt Aufschluss darüber, auf welche sprachlichen und inhaltlichen Mittel die Autoren zurückgreifen, um dem irakisch-jüdischen Erbe eine Stimme zu verleihen. Dieser Beitrag sollte unbedingt zu Kenntnis genommen werden, wenn weitere Lücken auf dem Forschungsgebiet zur irakisch-jüdischen Literatur erschlossen werden sollen. SchlieĆlich informieren biobibliographische Notizen über Leben und Werk der untersuchten Autorinnen und Autoren. Eine detaillierte Bibliographie sowie ein Namenregister beschlieĆen diese Arbeit.ā<br/><br/>Von Sarah Fortmann-Hijazi<br/><br/>In: OLZ, Bd. 109/ 4-5, Oktober 2014, S. 356-360.
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