Luther wollte mehr

Der Reformator und sein Glaube

by Eugen Drewermann, contributions by Jurgen Hoeren

Book cover: Luther wollte mehr

Extent: 320 pages

Publisher: Verlag Herder

Subjects: Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(September 2016)

ISBN: 9783451375668

4.88 x 8.03 inches

Price: $28.00

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Was glaubte Martin Luther und was wollte er erreichen? Wie konnen wir ihn heute wieder entdecken und neu verstehen? Was wurde Luther zum Zustand der christlichen Kirchen sagen? Nach 500 Jahren Spaltung zieht der Theologe und Lutherkenner Eugen Drewermann eine schonungslos kritische Bilanz. Haben die Katholiken dazugelernt? Und was haben die reformatorischen Kirchen aus ihrem Erbe jenseits allen Streits und abwegigen Debatten gemacht, was ist ihnen geblieben? Im Gesprach mit dem Publizisten Jurgen Hoeren erschliesst Eugen Drewermann eine Sicht auf Luther, die das Grundanliegen des Reformators wieder ernsthaft in den Blick nimmt: dass der Mensch von Gott vorbehaltlos angenommen und gerecht gesprochen ist. Den Kern lutherischen Denkens und seine praktischen Folgen gilt es wiederzuentdecken: theologisch, anthropologisch, psychologisch – gerade auch in einer so krisengepragten Zeit wie heute. “Durch Luther wurde etwas bewusst, das innerhalb der Glaubenstradition langst Gegenwart war: statt die Botschaft der Einheit, die Jesus in die Welt bringen wollte – zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde, zwischen Heiligen und Sundern, zwischen Tempel und Profanem -, kreativ aufzugreifen und weiterzufuhren, haben 1500 Jahre Kirchengeschichte in katholischer Obhut die Spannungen zementiert. Luther hat, stellvertretend fur eine ganze Zeit, in seiner Gegenwart und fur die Jahrhunderte danach, diese Zerspaltenheit gefuhlt, durchlitten und auf seine Weise zu artikulieren und zu uberwinden unternommen. Es ware historisch unfair, der Person Luther vorzuhalten, dass er am Anfang des 16. Jahrhunderts nicht auf den Neuaufbruch seiner Zeit, auf das ungeheuer Widersatzliche in seiner Zeit, mit einer geschlossenen systematischen Betrachtung antworten konnte. Er hat es von Fall zu Fall an den Stellen getan, an denen er es evident als notwendig spurte. Darum ist er in meinen Augen in seiner ganzen Biografie nicht im Jahre 1517 am grossten, sondern 1521 auf dem Reichstag in Worms. Da vollendet sich der gesamte reformatorische Ansatz.” (EUGEN DREWERMANN)


Was glaubte Martin Luther und was wollte er erreichen? Wie konnen wir ihn heute wieder entdecken und neu verstehen? Was wurde Luther zum Zustand der christlichen Kirchen sagen? Nach 500 Jahren Spaltung zieht der Theologe und Lutherkenner Eugen Drewermann eine schonungslos kritische Bilanz. Haben die Katholiken dazugelernt? Und was haben die reformatorischen Kirchen aus ihrem Erbe jenseits allen Streits und abwegigen Debatten gemacht, was ist ihnen geblieben? Im Gesprach mit dem Publizisten Jurgen Hoeren erschliesst Eugen Drewermann eine Sicht auf Luther, die das Grundanliegen des Reformators wieder ernsthaft in den Blick nimmt: dass der Mensch von Gott vorbehaltlos angenommen und gerecht gesprochen ist. Den Kern lutherischen Denkens und seine praktischen Folgen gilt es wiederzuentdecken: theologisch, anthropologisch, psychologisch – gerade auch in einer so krisengepragten Zeit wie heute. “Durch Luther wurde etwas bewusst, das innerhalb der Glaubenstradition langst Gegenwart war: statt die Botschaft der Einheit, die Jesus in die Welt bringen wollte – zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde, zwischen Heiligen und Sundern, zwischen Tempel und Profanem -, kreativ aufzugreifen und weiterzufuhren, haben 1500 Jahre Kirchengeschichte in katholischer Obhut die Spannungen zementiert. Luther hat, stellvertretend fur eine ganze Zeit, in seiner Gegenwart und fur die Jahrhunderte danach, diese Zerspaltenheit gefuhlt, durchlitten und auf seine Weise zu artikulieren und zu uberwinden unternommen. Es ware historisch unfair, der Person Luther vorzuhalten, dass er am Anfang des 16. Jahrhunderts nicht auf den Neuaufbruch seiner Zeit, auf das ungeheuer Widersatzliche in seiner Zeit, mit einer geschlossenen systematischen Betrachtung antworten konnte. Er hat es von Fall zu Fall an den Stellen getan, an denen er es evident als notwendig spurte. Darum ist er in meinen Augen in seiner ganzen Biografie nicht im Jahre 1517 am grossten, sondern 1521 auf dem Reichstag in Worms. Da vollendet sich der gesamte reformatorische Ansatz.” (EUGEN DREWERMANN)

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