Zweierlei Zugehörigkeit

Der jüdische Kommunist Leo Zuckermann und der Holocaust

By (author) Philipp Graf Foreword by Yfaat Weiss

Book cover: Zweierlei Zugehörigkeit

Extent: 356 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: German Studies, Jewish Studies, Social Sciences 

Language: German

Hardback (Published)

(March 2024)

ISBN: 9783525302576

6.3 x 9.33 inches

Price: $57.00

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Eine Studie über die Wahrnehmung des Holocaust in der deutschsprachigen Arbeiterbewegung.


Im Zentrum des Buches stehen die politischen Konversionen des judischen Juristen und hochrangigen Mitarbeiter des SED-Parteiapparats Leo Zuckermann (1908-1985), der sich in einer kurzen Zeitspanne zwischen Zweitem Weltkrieg und Beginn des Ost-West-Konflikts fur die Rechte der Juden als Kollektiv einsetzte. So befurwortete er sowohl die Grundung eines judischen Staates in Palastina als auch die Restitution oder Entschadigung von den Nazis geraubten judischen Vermogens. Anstoss fur diese beispiellose und weithin vergessene Haltung innerhalb der Arbeiterbewegung hatte ihm die Diskussion der Nachrichten von der Vernichtung der europaischen Juden im mexikanischen Exil gegeben, in der herkommliche marxistische Gewissheiten vorubergehend durchlassig und fur die Integration eines judischen Selbstverstandnisses empfanglich wurden. Ausgehend von Leo Zuckermanns politischer Biografie leistet die Studie eine Erklarung dafur, weshalb dem Holocaust in der politischen Erinnerung der kommunistischen Bewegung kaum Bedeutung zukam.

  • By (author) Philipp Graf
  • Foreword by Yfaat Weiss

»eine höchst lesenswerte Biographie«
Mario Kessler, H-Soz-Kult, 21.02.2025

»Es ist Philipp Grafs Verdienst, die bewegten Lebensumstände Zuckermanns – und mit Seitenblicken vergleichend auch die anderer seiner Generation – exemplarisch fruchtbar gemacht zu haben, um die Bedingungen des Jüdischseins im Kommunismus genauer zu ergründen. Seine Studie ist zugleich ein wichtiger Beitrag über den Paradigmenwechsel beim innerjüdischen wie auch zwischenstaatlichen Umgang mit den Erfahrungen des NS-Judenmords und den Konsequenzen, die daraus gezogen werden sollten.«
Klaus-Peter Friedrich, Zeitschrift für Genozidforschung 01/2025

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