Volendo far la favola affettuosa

Affektpoetik und Heidendarstellung bei Torquato Tasso

by Teresa Staudacher

Book cover: Volendo far la favola affettuosa

Extent: 444 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Literary Studies

Series: culturae

Series volume number: 9

Language: German

Hardback (Published)

(December 2013)

ISBN: 9783447100519

6.65 x 9.45 inches

Price: $87.00

Out of stock

In this study, Teresa Staudacher addresses the role of affective poetry and the representations of heathens in Torquato Tasso, particularly with regard to the Gerusalemme Liberata. Tasso’s epic is placed in relation to significant literary and extra-literary contexts. Staudacher proves that in the Liberata Tasso not only intentionally creates a text which is open to interpretation in its aim of addressing the emotions of the audience, but that he also intends to subliminally communicate a moral code different to the ideology which is explicitly promoted in the text by stimulating appropriate emotions. German text.


English summary: In this study, Teresa Staudacher addresses the role of affective poetry and the representations of heathens in Torquato Tasso, particularly with regard to the Gerusalemme Liberata. Tasso’s epic is placed in relation to significant literary and extra-literary contexts. Staudacher proves that in the Liberata, Tasso not only intentionally creates a text which is open to interpretation in its aim of addressing the emotions of the audience, but that he also intends to subliminally communicate a moral code different to the ideology which is explicitly promoted in the text by stimulating appropriate emotions. German description: Teresa Staudacher fragt in ihrer Studie nach der Rolle von Affektpoetik und Heidendarstellung bei Torquato Tasso, insbesondere mit Blick auf die Gerusalemme liberata. Inwiefern funktionalisiert Tasso seine heidnischen Figuren – vor allem seine heidnischen Heldinnen – gezielt fur seine auf Affektbewegung gerichtete Poetik? Welche Rolle spielt das als Leiden der Figuren auf der einen und als Mit-Leiden des Publikums auf der anderen Seite verstandene Pathos, das fur die Liberata und ihre Rezeption eine besondere Bedeutung einnimmt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wird Tassos Epik ins Verhaltnis zu signifikanten literarischen und ausserliterarischen Kontexten gesetzt. In einem ersten Abschnitt wird die Bedeutung von Umgehungs- und Ambiguisierungsstrategien – in Reaktion auf repressive Tendenzen im Secondo Cinquecento – und der Affektbewegung innerhalb der poetischen Theorie und Praxis Tassos aufgezeigt. Vor diesem Hintergrund analysiert ein zweiter Abschnitt die Reprasentationen der Heiden und Heidinnen in Tassos Epik unter Berucksichtigung spezifischer Kontexte wie Konventionen der Islam- und Sarazenendarstellung, zeitgenossischen Diskursen uber ‘die Turken’ und allgemeinen Mustern der Fremdwahrnehmung. Dabei stehen einzelne Figuren ebenso im Fokus der Untersuchung wie die Darstellung der heidnischen Herrschaft oder Religion, die Konstruktion von Oppositionen ebenso wie ihre Auflosung. Staudacher kann zeigen, dass Tasso mit der Liberata nicht nur intentional einen mehrfach lesbaren Text schafft, der auf die Ansprache der Affekte des Publikums zielt, sondern dass er daruber hinaus uber die Erregung angemessener Affekte unterschwellig eine alternative, von der explizit im Text propagierten Ideologie abweichende Norm zu vermitteln sucht.

  • By (author) Teresa Staudacher