Vita Salva

Carmina huius aevi Latina cum versione Germanica. Lateinische Gedichte, heute gedichtet und auch ins Deutsche übersetzt

By (author) Fidelis Rädle

Book cover: Vita Salva

Extent: 112 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Language & Linguistics

Language: German

Hardback (Published)

(November 2018)

ISBN: 9783954903740

5.12 x 7.09 inches

Price: $24.00

In stock

PDF (Published)

(January 2018)

ISBN: 9783954907618

Price: $20.00

Das Buch enthält in lateinischer Sprache verfasste und ins Deutsche übersetzte Gedichte über Gegenstände aller Art, vom Lobgesang auf die Lerche oder die Heckenrose bis zu modernen Phänomenen wie dem Fußball und dem Minirock. Ihre formalen Modelle sind die Lieder der Vaganten im Mittelalter, wie sie uns in den „Carmina Burana“ vorliegen. Ihr Verfasser ist der emeritierte Professor für lateinische Literatur des Mittelalters und der Neuzeit aus Göttingen Fidel(is) Rädle, der seit vielen Jahren zu seinem Vergnügen lateinisch dichtet und dem Kreis der „Latinitas viva“ – Enthusiasten um den Münchener Latinisten Wilfrid („Valahfridus) Stroh gehört.


Die hier veroffentlichten lateinischen Gedichte sind maximal 50 Jahre oder aber gerade ein Jahr alt. Geschrieben und auch in Versform ins Deutsche ubertragen hat sie zu seinem eigenen ‘hausmusikalischen’ Vergnugen Fidel Radle, viele Jahre Professor fur Lateinische Literatur des Mittelalters und der Neuzeit an der Georg -August Universitat Gottingen. Auch die Themen der Gedichte sind nicht der Antike entnommen, wenngleich sie jener Epoche nicht unbedingt fremd sein mussen, insofern ihnen ja doch immer nur menschliche Erfahrungen zugrunde liegen. Das erste Gedicht tragt den Titel “In laudem alaudae” – “Loblied auf die Lerche”, das jungste heisst “Amica nox” und enthalt ein “Lob des Schlafs”. Zahlreiche Stucke befassen sich mit (weiteren) Tieren wie z. B. dem Hahn (“Quaedam de gallo”), der Kuh (“De vacca beata”) den Tauben (“In columbas carmen invectivum”) oder dem Osterhasen (“De lepore paschali et aliis fabulis”). Andere betrachten alltagliche, aber auch spirituelle Phanomene: “Die Sieben Todsunden” (“De septem peccatis principalibus”), die “Sonntagspredigt” (“De deflenda interpretatione Verbi Divini”) den “Minirock” (De tunica illa minimae longitudinis”), den Fussball (“De huius aetatis gladiatoribus sive de pedifollio”) oder das Skifahren (“De arte descendendi de montibus nivosis”) – die beiden zuletzt erwahnten haben, etwa an bayerischen Gymnasien, schon die eine oder andere Lateinstunde auflockern helfen. Das Besondere an diesen Gedichten ist, dass sie nicht nach den formalen Gesetzen der antiken Metrik (mit penibler Unterscheidung der Silbenlangen), sondern nach den lassigeren Prinzipien mittelalterlicher akzentrhythmischer und endgereimter Dichtung gebaut sind, wie man sie aus den “Carmina Burana” und auch aus der volkssprachigen Lyrik kennt. Deshalb sind sie leicht (moglichst laut) zu lesen und gut zu verstehen. Wackligen Lateinern hilft die beigegebene, ebenfalls versifizierte deutsche Ubersetzung, die auch allein fur sich gelesen werden kann. Das Buchlein ist ein Beitrag zur internationalen, in Europa und in den USA sorgsam gepflegten “Latinitas viva”.

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