Vetternwirtschaft.

Briefwechsel zwischen Friedrich II. und Luise Dorothea von Sachsen-Gotha. Aus dem Französischen übersetzt.

Edited by Günter Berger Edited by Julia Wassermann

Book cover: Vetternwirtschaft.

Extent: 244 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Anthropology, Nineteenth-Century Studies, Social Sciences 

Language: German

Paperback (Published)

(January 2012)

ISBN: 9783428135851

5.31 x 8.27 inches

Price: $44.00

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»Vetternwirtschaft« – der Titel dieser Auswahl erstmals übersetzter Briefe von Friedrich II. und Luise Dorothea von Sachsen-Gotha signalisiert, dass hier nicht nur Freundlichkeiten im Gewand höfisch-galanten Scherzens ausgetauscht, Neuerscheinungen großer französischer Aufklärer wie Voltaire oder Rousseau kommentiert und rückständigpedantische deutsche Theologen und Gelehrte bespöttelt werden. Es geht vor allem um Interessenausgleich, um Schutz und Unterstützung zwischen dem großen König aus Preußen und der kleinen Herzogin aus Gotha.


Vetternwirtschaft – der Titel unserer Auswahl erstmals ubersetzter Briefe von Friedrich II. und Luise Dorothea von Sachsen-Gotha signalisiert, dass hier nicht nur Freundlichkeiten im Gewand hofisch-galanten Scherzens ausgetauscht, Neuerscheinungen grosser franzosischer Aufklarer wie Voltaire oder Rousseau kommentiert und ruckstandigpedantische deutsche Theologen und Gelehrte bespottelt werden. Es geht vor allem um Interessenausgleich, um Schutz und Unterstutzung zwischen dem grossen Konig aus Preussen und der kleinen Herzogin aus Gotha. Und so bewahrt die Militarmaschine der neuen europaischen Grossmacht im Siebenjahrigen Krieg das ohnmachtige Herzogtum vor dem Schlimmsten, erhalt aber dafur ihrerseits zum Unterhalt dieser Maschine thuringische Landeskinder als Kanonenfutter. Die Balance dieses Ausgleichs schaffen Cousin und Cousine, wie sie einander titulieren, mit bewundernswerter Eleganz. Bei aller Eleganz freilich, mit der sie sich ihre Toleranz, Vorurteilsfreiheit und Aufgeklartheit bescheinigen, sprechen sie der Masse des Volkes doch entschieden die Teilhabe an solcherart Aufklarung ab. Denn Vorurteile bilden die Vernunft des Volkes, ist Friedrich uberzeugt, und Luise Dorothea teilt durchaus seine Bedenken, ob es denn dieses dumme Volk verdiene, aufgeklart zu werden.

Einleitung

Briefe

Bibliographie

Personenregister

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