Vernetzte Autonomie

Die infrastrukturelle Dimension der informationellen Selbstbestimmung

By (author) Maximilian Petras

Book cover: Vernetzte Autonomie

Extent: 260 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Series: Studien und Beiträge zum Öffentlichen Recht

Language: German

Paperback (Unspecified)

(June 2026)

ISBN: 9783161705908

6.1 x 9.13 inches

Price: $120.00

Out of stock

Informational self-determination isolates subjects of fundamental rights, even though digital interactions are only possible within networks. An infrastructural dimension includes participation rights and a right to disconnect inspired by already existing forms of digital commons.


English summary: Digital fundamental rights require a different theory of fundamental rights. Informational self-determination, in particular, isolates the rights-holder even though digital interactions take place in networks. Fundamental-rights protection falters in the face of the horizontal and intertemporal linking of data sets by powerful platforms. Creating “community-relatedness” only after the fact is not sufficient. Nor does the objective dimension of informational self-determination escape being tied to notions of individual subjectivity. Alternative theories of fundamental rights that incorporate institutional elements point the way toward an infrastructural dimension of informational self-determination. Through connectivity norms, subjective rights have a gradually transformative effect. Rights of access acquire a participatory component. The “right to be forgotten” finds its institutional form in a right to de-networking. The model for this theory of fundamental rights protection is the relationality of digital commons. Instead of opposing the fundamental rights subject to the community, individuals act in many digital communities at once and shape them through participation. Algorithms and data are already being created and maintained trans-subjectively. In this context, the state bears infrastructural responsibility: it should support social processes of negotiation without co-opting them. Here, a decentralized facet of the debates on “digital sovereignty” becomes visible. Networked autonomy describes a fundamental-rights subjectivity that could still make freedom possible in digital contexts. German description: Digitale Grundrechte benotigen eine andere Grundrechtstheorie. Gerade die informationelle Selbstbestimmung vereinzelt das Grundrechtssubjekt, obwohl digitale Interaktionen in Netzwerken stattfinden. Grundrechtlicher Schutz scheitert an der horizontalen und intertemporalen Verknupfung von Datenbestanden durch machtige Plattformen. Eine erst nachtragliche Herstellung der “Gemeinschaftsbezogenheit” reicht nicht aus. Auch die objektive Dimension der informationellen Selbstbestimmung bindet sich durch Vorstellungen individueller Subjektivitat. Alternative Grundrechtstheorien mit institutionellen Elementen weisen den Weg zu einer infrastrukturellen Dimension der informationellen Selbstbestimmung. Uber Konnektionsnormen wirken subjektive Rechte schrittweise transformativ. Zugangsrechte erhalten eine teilhaberechtliche Komponente. Das “Recht auf Vergessen” findet seine institutionelle Gestalt in einem Recht auf Entnetzung. Vorbild dieser Grundrechtstheorie ist die Relationalitat der digitalen Commons. Anstelle der Gegenuberstellung von Grundrechtssubjekt und Gemeinschaft agieren Individuen in vielen digitalen Gemeinschaften zugleich und pragen sie durch ihre Teilhabe. Algorithmen und Daten werden in ihnen bereits jetzt transsubjektiv geschaffen und instandgehalten. Der Staat hat dabei eine Infrastrukturverantwortung, die gesellschaftliche Aushandlungsprozesse unterstutzt, ohne sie zu vereinnahmen: Hier zeigt sich eine dezentrale Facette der Debatten um “digitale Souveranitat”. Vernetzte Autonomie beschreibt eine Grundrechtssubjektivitat, die Freiheit in digitalen Zusammenhangen immer noch moglich machen konnte.

Einleitung. Grundrechtskritik im Sog individueller Rechte Erster Abschnitt. Digitale Vereinzelung I. Die Individualisierung des Datenschutzes - II. Punktuelles Entscheiden in Feedbackstromen - III. Informiertes Entscheiden in planetaren Netzen - IV. Freies Entscheiden in der Gesellschaft der Plattformen? Zweiter Abschnitt. Zur notwendigen Gewahrleistung individueller Freiheit I. Die objektive Dimension der informationellen Selbstbestimmung - II. Datenschutz im Gewahrleistungsstaat - III. Herrschaft ohne Staatlichkeit - IV. Mittelbare Drittwirkung trotz funktionaler Souveranitat - V. Informationelle Gewaltenteilung - VI. Datenschutz als kontinuierliche Kontrolle - VII. Unhintergehbare Transnationalitat & latente Subjektorientierung der Gewahrleistungsdimension Dritter Abschnitt. Grundrechtliche Institutionen als Teil von Informationsinfrastrukturen I. Dimensionen der Dogmatik - II. Grundrechte als Institutionen - III. (Informations)infrastrukturen als gesellschaftliche Vorstrukturierungen - IV. Die infrastrukturelle Dimension - Grundrechte als Konnektionsnormen - V. Relationale individuelle Rechte Vierter Abschnitt. Die infrastrukturelle Dimension der informationellen Selbstbestimmung I. Digitales Commoning- II. Gemeinschaften - Individuen - Gemeinschaften - III. Vernetzte Autonomie - zur Rekonstruktion individueller Rechte ~GER~Einleitung. Grundrechtskritik im Sog individueller Rechte Erster Abschnitt. Digitale Vereinzelung I. Die Individualisierung des Datenschutzes - II. Punktuelles Entscheiden in Feedbackstromen - III. Informiertes Entscheiden in planetaren Netzen - IV. Freies Entscheiden in der Gesellschaft der Plattformen? Zweiter Abschnitt. Zur notwendigen Gewahrleistung individueller Freiheit I. Die objektive Dimension der informationellen Selbstbestimmung - II. Datenschutz im Gewahrleistungsstaat - III. Herrschaft ohne Staatlichkeit - IV. Mittelbare Drittwirkung trotz funktionaler Souveranitat - V. Informationelle Gewaltenteilung - VI. Datenschutz als kontinuierliche Kontrolle - VII. Unhintergehbare Transnationalitat & latente Subjektorientierung der Gewahrleistungsdimension Dritter Abschnitt. Grundrechtliche Institutionen als Teil von Informationsinfrastrukturen I. Dimensionen der Dogmatik - II. Grundrechte als Institutionen - III. (Informations)infrastrukturen als gesellschaftliche Vorstrukturierungen - IV. Die infrastrukturelle Dimension - Grundrechte als Konnektionsnormen - V. Relationale individuelle Rechte Vierter Abschnitt. Die infrastrukturelle Dimension der informationellen Selbstbestimmung I. Digitales Commoning- II. Gemeinschaften - Individuen - Gemeinschaften - III. Vernetzte Autonomie - zur Rekonstruktion individueller Rechte,

Einleitung. Grundrechtskritik im Sog individueller Rechte
Erster Abschnitt. Digitale Vereinzelung
I. Die Individualisierung des Datenschutzes - II. Punktuelles Entscheiden in Feedbackströmen - III. Informiertes Entscheiden in planetaren Netzen - IV. Freies Entscheiden in der Gesellschaft der Plattformen?
Zweiter Abschnitt. Zur notwendigen Gewährleistung individueller Freiheit
I. Die objektive Dimension der informationellen Selbstbestimmung - II. Datenschutz im Gewährleistungsstaat - III. Herrschaft ohne Staatlichkeit - IV. Mittelbare Drittwirkung trotz funktionaler Souveränität - V. Informationelle Gewaltenteilung - VI. Datenschutz als kontinuierliche Kontrolle - VII. Unhintergehbare Transnationalität & latente Subjektorientierung der Gewährleistungsdimension
Dritter Abschnitt. Grundrechtliche Institutionen als Teil von Informationsinfrastrukturen
I. Dimensionen der Dogmatik - II. Grundrechte als Institutionen - III. (Informations)infrastrukturen als gesellschaftliche Vorstrukturierungen - IV. Die infrastrukturelle Dimension - Grundrechte als Konnektionsnormen - V. Relationale individuelle Rechte
Vierter Abschnitt. Die infrastrukturelle Dimension der informationellen Selbstbestimmung
I. Digitales Commoning- II. Gemeinschaften - Individuen - Gemeinschaften - III. Vernetzte Autonomie - zur Rekonstruktion individueller Rechte

  • By (author) Maximilian Petras