Verfuhrung zur Galanterie
Benehmen, Korperlichkeit und Gefuhlsinszenierungen im literarischen Kulturtransfer 1664-1772
by Isabelle Stauffer
Hardback (Published)
(January 2018)
ISBN: 9783447109321
Price: $86.00
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Die Galanterie ist ein asthetischer, medien- und emotionshistorischer Knotenpunkt der neueren Literatur- und Kulturgeschichte. Im 17. und 18.?Jahrhundert erfreuten sich galante Texte in Form von Romanen, Benimmbuchern und Zeitschriften grosser Beliebtheit. Ihre Strahlkraft erstreckte sich vom Salon der beruhmten Madeleine de Scudery, uber wichtige Mitglieder der barocken Sprachgesellschaften wie Sigmund von Birken und Catharina Regina von Greiffenberg bis zum fruhaufklarerischen Gelehrten Christian Thomasius. Nicht nur die galanten Texte von August Bohse, Christian Friedrich Hunold und Johann Leonhard Rost, sondern auch Werke der Aufklarer und Empfindsamen Johann Michael von Loen, Christian Furchtegott Gellert und Gotthold Ephraim Lessing lassen sich vor diesem Hintergrund neu erschliessen. Isabelle Stauffer fragt in ihrer Studie erstmals aus einer dezidiert kulturwissenschaftlichen Perspektive danach, wie galante Texte zur Lekture verfuhren. Sie zeigt, wie es zu einem produktiven, europaischen Kulturtransfer kommt und wie die Texte einem standisch gemischten Publikum hofisch distinktives Lesevergnugen und praktisches Wissen fur den sozialen Aufstieg versprechen. Die Galanterie erweist sich als Grundlage fur spatere Entwicklungen: Sie befordert die Gattung des Briefromans, tragt zur Entstehung des modernen Romans bei und ebnet der Zeitschrift den Weg. Emotionale Beziehungsformen wie Zartlichkeit, Freundschaft und Liebesheirat werden nachhaltig von ihr gepragt, zugleich wird ein modernes Korperverstandnis vorbereitet. Asthetische Prinzipien der Galanterie wie das je ne sais quoi, die air und der tour schliesslich weisen auf Aufklarung und Moderne voraus.
Die Galanterie ist ein asthetischer, medien- und emotionshistorischer Knotenpunkt der neueren Literatur- und Kulturgeschichte. Im 17. und 18.?Jahrhundert erfreuten sich galante Texte in Form von Romanen, Benimmbuchern und Zeitschriften grosser Beliebtheit. Ihre Strahlkraft erstreckte sich vom Salon der beruhmten Madeleine de Scudery, uber wichtige Mitglieder der barocken Sprachgesellschaften wie Sigmund von Birken und Catharina Regina von Greiffenberg bis zum fruhaufklarerischen Gelehrten Christian Thomasius. Nicht nur die galanten Texte von August Bohse, Christian Friedrich Hunold und Johann Leonhard Rost, sondern auch Werke der Aufklarer und Empfindsamen Johann Michael von Loen, Christian Furchtegott Gellert und Gotthold Ephraim Lessing lassen sich vor diesem Hintergrund neu erschliessen. Isabelle Stauffer fragt in ihrer Studie erstmals aus einer dezidiert kulturwissenschaftlichen Perspektive danach, wie galante Texte zur Lekture verfuhren. Sie zeigt, wie es zu einem produktiven, europaischen Kulturtransfer kommt und wie die Texte einem standisch gemischten Publikum hofisch distinktives Lesevergnugen und praktisches Wissen fur den sozialen Aufstieg versprechen. Die Galanterie erweist sich als Grundlage fur spatere Entwicklungen: Sie befordert die Gattung des Briefromans, tragt zur Entstehung des modernen Romans bei und ebnet der Zeitschrift den Weg. Emotionale Beziehungsformen wie Zartlichkeit, Freundschaft und Liebesheirat werden nachhaltig von ihr gepragt, zugleich wird ein modernes Korperverstandnis vorbereitet. Asthetische Prinzipien der Galanterie wie das je ne sais quoi, die air und der tour schliesslich weisen auf Aufklarung und Moderne voraus.
- By (author) Isabelle Stauffer
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