Trado atque dono
Die frühmittelalterliche private Grundherrschaft in Ostfranken im Spiegel der Traditionsurkunden der Klöster Lorsch und Fulda (750 bis 900)
By (author) Sebastian Freudenberg
Paperback (Published)
(September 2013)
ISBN: 9783515104715
6.69 x 9.49 inches
Price: $116.00
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Anders als die kirchliche und konigliche Grundherrschaft im Mittelalter gelten weltliche Besitzungen in der Forschung als ruckstandig und wirtschaftlich ineffizient. Auf der Grundlage von 71 Besitzbeschreibungen aus der urkundlichen Uberlieferung der Kloster Lorsch und Fulda zwischen 750 und 900 n. Chr. erarbeitet Sebastian Freudenberg Einblicke in die Organisation privater landwirtschaftlicher Betriebe. Eine vorgelagerte Untersuchung der sprachlichen Eigenheiten der Textverfasser, ihrer gedanklichen Perspektive sowie zentraler Quellenbegriffe zeigt, dass der Besitz privater Grundherrn offenbar grundsatzlich in Herren- und Bauernland aufgeteilt war. Inhaltlich erweisen sich die meisten der bisherigen Vorstellungen zur privaten Grundherrschaft als fragwurdig: Weder die oft angenommene Zersplitterung des privaten Besitzes noch die Vermutung, Bauernstellen habe es vor 800 nur auf koniglichen Landereien gegeben, lassen sich nachweisen. Auch die Deutung so wichtiger Quellenbegriffe wie mancipia und servus muss neu aufgerollt werden. Das bisher unerschutterliche Vorurteil, die privaten Betriebe hatten sich grundsatzlich von koniglichen und kirchlichen unterschieden, ist nicht zu halten.
Anders als die kirchliche und konigliche Grundherrschaft im Mittelalter gelten weltliche Besitzungen in der Forschung als ruckstandig und wirtschaftlich ineffizient. Auf der Grundlage von 71 Besitzbeschreibungen aus der urkundlichen Uberlieferung der Kloster Lorsch und Fulda zwischen 750 und 900 n. Chr. erarbeitet Sebastian Freudenberg Einblicke in die Organisation privater landwirtschaftlicher Betriebe. Eine vorgelagerte Untersuchung der sprachlichen Eigenheiten der Textverfasser, ihrer gedanklichen Perspektive sowie zentraler Quellenbegriffe zeigt, dass der Besitz privater Grundherrn offenbar grundsatzlich in Herren- und Bauernland aufgeteilt war. Inhaltlich erweisen sich die meisten der bisherigen Vorstellungen zur privaten Grundherrschaft als fragwurdig: Weder die oft angenommene Zersplitterung des privaten Besitzes noch die Vermutung, Bauernstellen habe es vor 800 nur auf koniglichen Landereien gegeben, lassen sich nachweisen. Auch die Deutung so wichtiger Quellenbegriffe wie mancipia und servus muss neu aufgerollt werden. Das bisher unerschutterliche Vorurteil, die privaten Betriebe hatten sich grundsatzlich von koniglichen und kirchlichen unterschieden, ist nicht zu halten.
- By (author) Sebastian Freudenberg
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