Stress und Systemwandel in der Tschechoslowakei und der Tschechischen Republik 1960–2000

By (author) Jan Arend

Book cover: Stress und Systemwandel in der Tschechoslowakei und der Tschechischen Republik 1960–2000

Extent: 305 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Slavic Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Veroffentlichungen des Collegium Carolinum

Language: German

Hardback (Forthcoming)

(November 2026)

ISBN: 9783525303740

Price: $75.00

Stress und gesellschaftliche Transformation: Eine (Vor-)Geschichte des Postsozialismus


„Ich bin im Stress“: Hinter der Redewendung steht eine wenig bekannte Geschichte. Am Beispiel der sozialistischen Tschechoslowakei und des postsozialistischen Tschechiens untersucht Jan Arend, wie Gesellschaften mit Stress umgehen und zeigt, wie die Sorge um Stress mit dem Gesellschaftswandel der jüngeren Zeitgeschichte zusammenhängt. Er macht deutlich, wie Ärztinnen, Ratgeberautoren, Yoga-Praktizierende und Business-Coaches den Umgang mit Belastung prägten und wie sich Stressresistenz zu einer zentralen Erwartung an das „kompetente Individuum“ entwickelte. Die Studie rückt erstmals Zentral- und Osteuropa in den Mittelpunkt einer Geschichte, die sonst oft im Westen verortet wird. Eine historische Untersuchung darüber, wie Menschen mit Stress umgehen – und welche neuen Perspektiven das auf die Entstehung postsozialistischer und neoliberaler Ordnungen in Europa eröffnet.

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