Erinnerung zwischen Triumph und Trauma

Belarus und der Zweite Weltkrieg, 1942–2019

By (author) Ekaterina Keding Series edited by Martin Schulze Wessel Series edited by Ulf Brunnbauer

Book cover: Erinnerung zwischen Triumph und Trauma

Extent: 508 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Slavic Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Schnittstellen

Language: German

Hardback (Published)

(August 2026)

ISBN: 9783525303733

6.34 x 9.25 inches

Price: $100.00

In stock

Die Studie untersucht die Entwicklung der belarusischen Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg, die bis heute das historische Selbstverständnis des Landes prägt. Auf der Grundlage einer mikrohistorischen Analyse zentraler und lokaler Museen, Gedenkstätten und Denkmäler revidiert sie – überwiegend gestützt auf archivalische Quellen – das Bild einer monolithischen Erinnerungskultur. Stattdessen zeigt Ekaterina Keding, dass die Kriegserinnerung sowohl in der sowjetischen als auch in der nachsowjetischen Zeit stets heterogen und kontextabhängig war und politisch instrumentalisiert wurde. Die Kriegserinnerung war von einer Vielzahl von Akteuren geprägt, die jeweils eigene Interessen verfolgten und so die Erinnerung vielfältig und dynamisch gestalteten. Die über mehrere Jahrzehnte nachgezeichnete Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit dieser Erinnerung sowie die daraus erwachsenen Spannungen zwischen einem Gedenken „von oben“ und einem Gedenken „von unten“ – zwischen Triumph und Trauma – eröffnen tiefe Einblicke in die Identitätsbildung von Belarus und in eine Erinnerungskultur, die von kontinuierlichem Wandel und abrupten Brüchen geprägt ist.


Die Studie untersucht die Entwicklung der belarusischen Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg, die bis heute das historische Selbstverständnis des Landes prägt. Auf der Grundlage einer mikrohistorischen Analyse zentraler und lokaler Museen, Gedenkstätten und Denkmäler revidiert sie – überwiegend gestützt auf archivalische Quellen – das Bild einer monolithischen Erinnerungskultur. Stattdessen zeigt Ekaterina Keding, dass die Kriegserinnerung sowohl in der sowjetischen als auch in der nachsowjetischen Zeit stets heterogen und kontextabhängig war und politisch instrumentalisiert wurde. Die Kriegserinnerung war von einer Vielzahl von Akteuren geprägt, die jeweils eigene Interessen verfolgten und so die Erinnerung vielfältig und dynamisch gestalteten. Die über mehrere Jahrzehnte nachgezeichnete Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit dieser Erinnerung sowie die daraus erwachsenen Spannungen zwischen einem Gedenken „von oben“ und einem Gedenken „von unten“ – zwischen Triumph und Trauma – eröffnen tiefe Einblicke in die Identitätsbildung von Belarus und in eine Erinnerungskultur, die von kontinuierlichem Wandel und abrupten Brüchen geprägt ist.

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