Schweizer Kriegsnothilfe im Ersten Weltkrieg

Eine Mikrogeschichte des materiellen Überlebens mit besonderer Sicht auf Stadt und Kanton Zürich

By (author) Gertrud Schmid-Weiss Series edited by Sebastian Scholz

Book cover: Schweizer Kriegsnothilfe im Ersten Weltkrieg

Extent: 337 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Zurcher Beitrage zur Geschichtswissenschaft

Language: German

Hardback (Published)

(December 2018)

ISBN: 9783412512682

6.34 x 9.33 inches

Price: $87.00

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Bund, Kantone und Gemeinden sahen sich in der Schweiz wahrend des Ersten Weltkriegs gefordert, Strukturen zur Kriegsnothilfe in Form von materieller Kriegsnotunterstutzung und Nothilfemassnahmen sowie Arbeitsbeschaffung, Verbilligung des Grundbedarfs oder Mietzinsbeihilfe zu schaffen. Dazu gehorten auch gunstige Verpflegungsmoglichkeiten etwa in Suppenkuchen sowie die Militarunterstutzung fur Soldatenfamilien. Anhand von Ego-Dokumenten sowie von Behordenkorrespondenz wird auf der mikrogeschichtlichen Ebene gezeigt, dass alleinstehende Frauen und Mutter oder nicht dienstpflichtige Manner und deren Angehorige der Not sehr stark ausgeliefert waren, weil sie keinen Antrag auf Militarunterstutzung stellen konnten.


Mobilmachung und Arbeitsplatzverluste infolge stockender Wirtschaftsablaufe fuhrten im Ersten Weltkrieg in vielen Familien zu einem ungeregelten Einkommen. Weil Sozialversicherungen noch weitgehend fehlten, konnten die am Existenzminimum lebenden Arbeiterfamilien aber bei den Behorden um finanzielle Unterstutzung bitten – und so uberleben. Bund, Kantone und Gemeinden sahen sich wahrend des Ersten Weltkriegs gefordert, Strukturen zur Kriegsnothilfe in Form von materieller Kriegsnotunterstutzung und Nothilfemassnahmen sowie Arbeitsbeschaffung, Verbilligung des Grundbedarfs oder Mietzinsbeihilfe zu schaffen. Dazu gehorten auch gunstige Verpflegungsmoglichkeiten etwa in Suppenkuchen sowie die Militarunterstutzung fur Soldatenfamilien. Anhand von Ego-Dokumenten sowie von Behordenkorrespondenz wird auf der mikrogeschichtlichen Ebene gezeigt, dass alleinstehende Frauen und Mutter oder nichtdienstpflichtige Manner und deren Angehorige der Not sehr stark ausgeliefert waren, weil sie keinen Antrag auf Militarunterstutzung stellen konnten.

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