Preemptive Self-Defense.
Die Vereinbarkeit des Konzepts der Preemptive Self-Defense mit dem Völkerrecht.
By (author) Christian Richter
Paperback (Published)
(November 2016)
ISBN: 9783428146802
6.18 x 9.17 inches
Price: $164.00
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Das Konzept der preemptive self-defense wurde erstmals in der National Security Strategy 2002 postuliert. Nach diesem sind militärische Maßnahmen bei einer Bedrohung durch internationale Terrororganisationen oder einem sogenannten Schurkenstaat mit Massenvernichtungswaffen, selbst wenn noch Unsicherheiten hinsichtlich Ort und Zeit des anzunehmenden Angriffs bestehen, vom völkerrechtlichen Selbstverteidigungsrecht gedeckt. Im Rahmen der Debatte um den Irakkrieg wurde das Konzept der preemptive self-defense fälschlicherweise als Rechtfertigungsgrundlage diskutiert und als mit dem Völkerrecht unvereinbar abgelehnt. Christian Richter weist in seiner Untersuchung des Art. 51 UN-Charta, des Völkergewohnheitsrechts und der Staatenpraxis nach, dass das Konzept der preemptive self-defense an sich mit dem Völkerrecht vereinbar ist.
»Preemptive Self-Defense – The Compatibility of the Concept of Preemptive Self-Defense with Public International Law«
For the first time the concept of preemptive self-defense was promulgated in the National Security Strategy 2002. According to this concept the use of force against so-called rogue states or international terror organizations is consistent with the law of self-defense when there are uncertainties concerning the place and time of the assumed attack, especially in the case of an actual threat involving weapons of mass destruction.
Within the debate concerning the legality of Operation Iraqi Freedom, the concept of preemptive self-defense was mistakenly discussed as a justification, and widely assessed as incompatible with public international law. Given the growing intensity of international terror organizations in the Middle East, as well as the latest North Korean nuclear weapon tests in September 2016, the concept of preemptive self-defense is of increasing importance. By analyzing Article 51 UN-Charta, the customary international law, as well as state practice, Christian Richter demonstrates that the concept of preemptive self-defense is in fact compatible with public international law.
A. Prolog
Einführung – Ziel der Untersuchung – Gang der Untersuchung – Grundlagen und Methode
B. Die Historische Entwicklung zum modernen Gewaltverbot
Einleitung – Die Historische Entwicklung zum absoluten Gewaltverbot der UN-Charta – Das Gewaltverbot aus Art. 2 Abs. 4 UN-Charta – Die Erlaubnistatbestände neben dem Gewaltverbot der UN-Charta
C. Das Konzept der preemptive self-defense
Einleitung – Das Konzept der preemptive self-defense – Strategieergänzung – Doktrin oder Option? – Keine Rückkehr zur Lehre des gerechten Krieges – Völkerrechtliche Prämissen – Der Begriff der preemptive self-defense
D. Vereinbarkeit der preemptive self-defense mit Artikel 51 UN-Charta
Einleitung – Diskussionsstand – Besonderheiten der Auslegung der UN-Charta – Wortlaut – Systematik – Teleologie – Genese – Die Rechtsnatur des Selbstverteidigungsrechts in Art. 51 UN-Charta – Modifizierung des Selbstverteidigungsrechts durch Art. 51 UN-Charta – Organpraxis und Staatenpraxis – Zusätzliche Gesichtspunkte
E. Vereinbarkeit der preemptive self-defense mit Völkergewohnheitsrecht
Einleitung – Der Caroline-Zwischenfall – Die rechtliche Relevanz der Webster-Formel – Vereinbarkeit der preemptive self-defense mit der Webster-Formel – Stützende Auffassungen anderer Staaten – Exkurs: Allgemeine Rechtsgrundsätze – Klassiker als Rechtserkenntnisquellen nach Art. 38 Abs. d) IGH-Statut
F. Die Verhältnismäßigkeit der preemptive self-defense
Einleitung – Bedeutung des Verhältnismäßigkeitsgebots im ius ad bellum – Kritik hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit der preemptive self-defense – Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und reaktive Selbstverteidigung – Die Verhältnismäßigkeit der preemptive self-defense
G. Epilog
Einleitung – Keine explizite Abkehr vom Konzept der preemptive self-defense – Ausblick exempla gratii Iran – Obamas Kontinuität – Schluss
H. Fazit
Literaturverzeichnis
Verzeichnis sonstiger Quellen
Personen- und Sachregister
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