Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz

Von Hellmut Lehmann-Haupt. Übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Monika Estermann

Book cover: Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz

Extent: 152 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(February 2003)

ISBN: 9783895002106

6.69 x 9.45 inches

Price: $46.00

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Dieses Buch stellt Peter Schöffers gesamtes Wirken als eigenständiger Buchdrucker nach der Trennung von Johannes Gutenberg dar. Es behandelt den Zeitraum von etwa 1457 bis 1503 und zeigt Schöffer als Typographen ebenso wie als Buchhändler und Verleger, der seine theologischen und juristischen Drucke in ganz Westeuropa verbreitete.


Das Buch von Hellmut Lehmann-Haupt, zuerst 1950 in den USA erschienen, ist nach wie vor die einzige umfassende Studie zu Peter Schoffer und seinem Wirken als Buchdrucker, Buchgestalter und Buchhandler. Schoffer steht haufig im Schatten Johannes Gutenbergs, dem die Erfindung des Buchdrucks in der Mitte des funfzehnten Jahrhunderts zugeschrieben wird. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der eigenen Produktion von Schoffers Mainzer Offizin, die er nach der Trennung von Gutenberg zusammen mit seinem Schwiegervater, Johannes Fust, ab 1457 betrieb und nach dessen Tod allein fuhrte. Aus seiner Werkstatt sind uber 250 Titel uberliefert, die ein deutliches Bild seines “Verlagsprogramms” ermoglichen. An erster Stelle stehen dabei die Missale, die Schoffer bis nach Krakau lieferte, gefolgt von den juristischen Drucken zum kanonischen und romischen Recht oder die lateinischen Grammatiken. Charakteristisch sind aber auch Ablassdrucke, Aufrufe zum Kampf gegen die Turken oder deutsche Drucke zu tagespolitischen Themen wie dem Streit um das Erzbistum Mainz zwischen Adolph von Nassau und Diether von Isenburg oder zur Wahl und Kronung Kaiser Maximilians I. Schoffer, der wahrend seiner Studienzeit in Paris auch als Abschreiber tatig gewesen war, wird hier insbesondere in seiner Tatigkeit als Buchgestalter und Typograph vorgestellt, besonders anhand des “Psalterium Moguntinum”, dem wohl schonsten Druck. Umfangreiche Abbildungen der von Schoffer verwendeten Drucktypen geben einen Eindruck seiner Tatigkeit auf diesem Gebiet. Schoffer war aber auch Buchhandler, der zunachst als Marktfuhrer sich seine Absatzwege in Westeuropa erst erschloss, in den spateren Jahren aber auch die Bucher seiner Konkurrenten vertrieb. Mit zunehmendem Alter wurde seine Produktion geringer, sein ursprunglicher Elan liess nach. Nach seinem Tode 1502/3 ubernahm sein Sohn Johann die Offizin. In ihrer Einleitung zu dieser Ausgabe aktualisiert Monika Estermann die Darstellung Lehmann-Haupts an einigen Stellen durch wissenschaftliche Erkenntnisse der vergangenen Jahrzehnte. Der Band enthalt auch eine Liste der Schoffer-Drucke mit Erganzungen aus dem Incunable Short-Title Catalogue der British Library. Dieses Buch richtet sich nicht nur an Spezialisten, sondern auch an Studenten und an der Buchgeschichte interessierte Leser.

  • By (author) Hellmut Lehmann-Haupt
  • Translated by Monika Estermann

„Estermann offers us a very sound survey and an articulate commentary of the research done on Peter Schoeffer - and related subjects - since the publication of Lehmann-Haupts monograph, and completes and actualizes in this way the original text for the contemporary reader. She pleads pertinently for a „historisch gerechtere, emotionslose und vom Lokalpatriotismus befreite Betrachtung der noch verworren erscheinenden Betrachtung Beziehung von Gutenberg - Fust - Schoeffer fortgesetzt werde...“ there where a not allways critical viewpoint of several incunabulists in this matter, is certainly being one of the ailments in incunable research.“<br/><br/>In: Scriptorium. (2003 ) 2. S. 223-224.<br/><br/>-----------------------<br/><br/>„Es ist ein großes Verdienst der Schöfferstadt Gernsheim - seit Februar 2003 darf sie sich offiziell so nennen -, die Übersetzung der 1950 erschienenen, von Hellmuth Lehmannn-Haupt stammenden, ersten ausführlichen Schöffer-Biographie initiiert zu haben. Monika Estermann hat das übernommen und schildert in ihrem Vorwort zusätzlich den aktuellen Forschungsstand. Das fundierte, überwiegend mit s/w-Abbildungen illustrierte Buch ist gut geschrieben, vorbildlich gestaltet und versehen mit einem über 250 Nummern umfassenden Werkverzeichnis und Register - „Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz“ bietet detaillierte Runduminformation in leserfreundlicher, sorgfältiger Aufmachung, wie es zum hauseigenen hohen Anspruch des wissenschaftlich orientierten Wiesbadener Reichert Verlages gehört.“<br/><br/>In: Deutscher Drucker. Nr. 17 vom 13. Mai 2004. S. 50.
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