Peripherie-Denken

Transformation und Adaption des Gottes Silvanus in den Donauprovinzen (1.–4. Jahrhundert n. Chr.)

By (author) Mihály Loránd Dészpa

Book cover: Peripherie-Denken

Extent: 322 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beitrage

Language: German

Paperback (Published)

(July 2012)

ISBN: 9783515099455

6.69 x 9.49 inches

Price: $107.00

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Silvanus war einer der popularsten Gotter in den Donauprovinzen. Er pragte das religiose Leben verschiedener sozialer Schichten der Provinzialbevolkerung vor allem in den wichtigsten Stadten in diesem Teil des Imperium Romanum. Silvanus unterscheidet sich dabei allerdings radikal von seinem italischen Archetypus. Dies wurde in der Forschung mit dem Phanomen des Synkretismus zwischen dem italischen Gott und einem illyrischen, gallischen sowie dakischen Gott erklart. In Peripherie-Denken wird fur diese Differenz eine neue Erklarung angeboten. Hierbei liegt der analytische Fokus nicht auf dem ‘ontologischen’ “Warum” der Begrundung, sondern auf dem funktionalen “Wie” der Beschreibung: Die Prozesse, die die Transformationen des italischen in den Silvanus der Donauprovinzen strukturieren, stehen im Zentrum der Untersuchung. Ein anderer Schwerpunkt liegt in der Analyse des Beitrages der Religion fur die soziale Integration in einer globalen Konstellation. Das Buch stellt nicht nur religiose Prozesse in einem imperialen Kontext dar, es leistet auch einen Ansatz fur eine neue methodologische Herangehensweise an das System Religion.


Silvanus war einer der popularsten Gotter in den Donauprovinzen. Er pragte das religiose Leben verschiedener sozialer Schichten der Provinzialbevolkerung vor allem in den wichtigsten Stadten in diesem Teil des Imperium Romanum. Silvanus unterscheidet sich dabei allerdings radikal von seinem italischen Archetypus. Dies wurde in der Forschung mit dem Phanomen des Synkretismus zwischen dem italischen Gott und einem illyrischen, gallischen sowie dakischen Gott erklart. In Peripherie-Denken wird fur diese Differenz eine neue Erklarung angeboten. Hierbei liegt der analytische Fokus nicht auf dem ‘ontologischen’ “Warum” der Begrundung, sondern auf dem funktionalen “Wie” der Beschreibung: Die Prozesse, die die Transformationen des italischen in den Silvanus der Donauprovinzen strukturieren, stehen im Zentrum der Untersuchung. Ein anderer Schwerpunkt liegt in der Analyse des Beitrages der Religion fur die soziale Integration in einer globalen Konstellation. Das Buch stellt nicht nur religiose Prozesse in einem imperialen Kontext dar, es leistet auch einen Ansatz fur eine neue methodologische Herangehensweise an das System Religion.

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