NS-Militärjustiz im Zweiten Weltkrieg
Disziplinierungs- und Repressionsinstrument in europäischer Dimension
Contributions by Christoph Brüll Contributions by Gael Eismann Contributions by Maria Fritsche Contributions by Detlef Garbe Contributions by Ryszard Kaczmarek Contributions by Peter Kalmbach Contributions by Albrecht Kirschner Contributions by Magnus Koch Contributions by Kerstin von Lingen Contributions by Peter Steinkamp Contributions by Kerstin Theis Edited by Claudia Bade Edited by Lars Skowronski Edited by Michael Viebig
Paperback (Published)
(November 2014)
ISBN: 9783847103721
6.1 x 9.09 inches
Price: $62.00
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Die NS-Militarjustiz wies nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine in der deutschen Rechtsgeschichte beispiellose Bilanz an Todesurteilen und Zuchthausstrafen auf. Doch auch gegen die Zivilbevolkerung der besetzten Lander gingen die Wehrmachtgerichte mit einer drakonischen Urteilspraxis vor. Dieser Band mit Beitragen zu Belgien, Frankreich, Italien, Norwegen und Polen zeigt, dass die Wehrmachtgerichtsbarkeit ein zentrales Macht- und Repressionsinstrument war – sowohl gegen widerspenstige eigene Soldaten als auch gegen die europaische Zivilbevolkerung.
English summary: By the end of World War II the number of judgments passed by National Socialist court-martial system was unprecedented in German legal history. An estimated 30,000 death sentences were passed against members of the Wehrmacht, of which around 20,000 were carried out; tens of thousands were sentenced to prison or to service in penal battalions under ruthless conditions. What is less well-known is that civilians were also court-martialled by the Wehrmacht in occupied countries throughout Europe- with equally draconian judgments. This volume, with contributions on Belgium, France, Italy, Norwayand Poland, shows that the jurisdiction of the Wehrmacht was a key instrument of force and repression against both its own recalcitrant soldiers and European civilians. The NS military courts worked hand in hand with other agencies of persecution such as the secret military police, the SS and the SD. Other contributions provide information on special formations of the Wehrmacht’s penal system, on jurisdiction in the Reserve Army and on the home front as well as on the scope of powers of the Wehrmacht judges. This book not only presents for the first time a synopsis on the European dimensions of the NS court-martial system, but also outlines new research perspectives and provides an impetus for future studies. German description: Die NS-Militarjustiz wies nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine in der deutschen Rechtsgeschichte beispiellose Bilanz an Urteilen auf: Schatzungsweise 30000 Todesurteile ergingen gegen Wehrmachtangehorige, von denen ca. 20000 vollstreckt wurden; Zehntausende wurden zu Zuchthausstrafen verurteilt oder mussten in Bewahrungsbataillonen unter erbarmungslosen Bedingungen kampfen. Weniger bekannt ist, dass die Wehrmachtgerichte in ganz Europa auch gegen die Zivilbevolkerung in den besetzten Landern vorgingen – und dies mit einer ebenfalls drakonischen Urteilspraxis. Dieser Band mit Beitragen zu Belgien, Frankreich, Italien, Norwegen und Polen zeigt, dass die Wehrmachtgerichtsbarkeit ein zentrales Macht- und Repressionsinstrument sowohl gegen widerspenstige eigene Soldaten als auch gegen die europaische Zivilbevolkerung war. Dabei arbeitete die NS-Militarjustiz Hand in Hand mit anderen Verfolgungsinstanzen wie der Geheimen Feldpolizei, der SS und dem SD. Weitere Beitrage informieren uber spezielle Formationen des Wehrmachtstrafvollzugs, uber die Gerichtsbarkeit im Ersatzheer und an der “Heimatfront” sowie uber die Handlungsspielraume von Wehrmachtrichtern. Dieses Buch beleuchtet nicht nur erstmals in einer Gesamtschau die europaischen Dimensionen der NS-Militarjustiz, sondern skizziert neue Forschungsperspektiven und setzt Impulse fur zukunftige Arbeiten.
Dr. Claudia Bade, Historikerin, ist als freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstatte Neuengamme tatig. Lars Skowronski ist freiberuflicher Historiker und Politikwissenschaftler. Michael Viebig, Historiker, ist stellvertretender Leiter der Gedenkstatte ROTER OCHSE Halle (Saale).
- Contributions by Christoph Brüll
- Contributions by Gael Eismann
- Contributions by Maria Fritsche
- Contributions by Detlef Garbe
- Contributions by Ryszard Kaczmarek
- Contributions by Peter Kalmbach
- Contributions by Albrecht Kirschner
- Contributions by Magnus Koch
- Contributions by Kerstin von Lingen
- Contributions by Peter Steinkamp
- Contributions by Kerstin Theis
- Edited by Claudia Bade
- Edited by Lars Skowronski
- Edited by Michael Viebig
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