Metaphysik und Ontologie in der abendländischen und buddhistischen Philosophie.

By (author) Paola-Ludovika Coriando

Book cover: Metaphysik und Ontologie in der abendländischen und buddhistischen Philosophie.

Extent: 52 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Philosophy

Series: Lectiones Inaugurales

Series volume number: 1

Language: German

Paperback (Published)

(December 2011)

ISBN: 9783428137589

4.53 x 7.48 inches

Price: $19.00

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Die Untersuchung versteht sich als Beitrag zu einem
gewandelten Verständnis von Metaphysik. Der erste Text Metaphysik – Unterschied –
Erinnerung analysiert Grundzüge der abendländisch-europäischen Metaphysik am
Leitfaden des Begriffs des Unterschiedes. Der zweite Text Substanz und Leerheit.
Vorbereitende Schritte für ein übersetzendes Gespräch zwischen abendländischer und
buddhistischer Philosophie ist der Versuch eines Gesprächs mit dem buddhistischen
Denken, und insbesondere mit der Substanz-Kritik Nagarjunas.


Die Untersuchung umfasst zwei Texte. Der erste Text
Metaphysik – Unterschied – Erinnerung analysiert Grundzüge der
abendländisch-europäischen Metaphysik am Leitfaden des Begriffs des Unterschiedes.
Auf diesem Wege stellt sich heraus, dass und wie die Erfahrung eines »schlechthin
Sich-Unterscheidenden« die metaphysischen Grundstellungen von großen Denkern wie
Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Descartes und Kant prägt und
trägt. Der zweite Text Substanz und Leerheit. Vorbereitende Schritte für ein
übersetzendes Gespräch zwischen abendländischer und buddhistischer Philosophie ist
ein Versuch, die abendländische Metaphysik für einen Dialog mit dem asiatischen
Denken zu öffnen. Entscheidend ist hier das hermeneutische Gespräch mit der
»Substanz«-Kritik des buddhistischen Denkers Nagarjuna. Beide Wege der Untersuchung
gehören eng zusammen und verstehen sich als einen Beitrag zur Aufschließung des
Horizontes, aus dem sich ein neues Verständnis von Metaphysik entwickeln könnte.

Metaphysik – Unterschied – Erinnerung

I. Ende der Metaphysik?
II. Der Selbstunterschied: Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin,
Descartes, Kant
III. Erinnerung: Das Erschrecken und die Wiederholung der Metaphysik – Hoffnung
Substanz und Leerheit. Vorbereitende Schritte für ein übersetzendes Gespräch zwischen
abendländischer und buddhistischer Philosophie

I. Einleitung
II. Theorien der Substanz in der abendländischen Philosophie – Aristoteles –
Descartes
III. Buddhistischer Antisubstanzialismus: Nagarjunas Philosophie der Leerheit: Die
Ausgangssituation: vorbuddhistische Metaphysik (Atman) und die Debatte zwischen
Eternalismus (Sarvatsvadin) und Augenblicklichkeit (Sautrantikas) – Nagarjunas »Weg
der Mitte«: Destruktion des Begriffs der Substanz und soteriologische Ansetzung der
Leerheit – Die Zwei Wahrheiten (satyadvaya) und die Identität von Nirvana und Samsara
IV. Nagarjuna – und die abendländische Metaphysik
V. Ausblick: Substanz und Leerheit jenseits der Gegensätzlichkeit

Zur Autorin

  • By (author) Paola-Ludovika Coriando

»An welchen Ecken und Kanten, Ängstlichkeiten bei
der Darstellung, nicht konsequent zu Ende gedachten Argumenten, an welchen
methodischen Fragwürdigkeiten und sprachlichen Mängeln soll der Rezensent sich
reiben, wenn keine solchen anzutreffen sind? Womit soll er seine leicht zu
enttäuschende Hoffnung über das zu kritisierende Objekt ausgleichen, die von ihm
erwartete spitze Feder katachrestisch ›kühlen‹, wenn das Objekt ihn nicht enttäuscht,
vielmehr der Stoff auf knappstem Raum einen oder einige wenige gute und luzide
Gedanken bietet, die zum Verweilen einladen, und zwar ohne die Knäuel von
Halbdurchdachtem?« Klaus Neugebauer, in: Heidegger Studies, 29/2013

»Coriandos kenntnisreicher Aufsatz inspiriert dazu, das abendländische
Rationalitätsverständnis zu hinterfragen und die Möglichkeiten menschlicher ›Selbst-
und Welterfahrung‹ (50) neu auszuloten.« Johannes Krämmer, in: polylog, 29