Medikale Kultur der homöopathischen Laienbewegung (1870 bis 2013)
Vom kurativen zum präventiven Selbst?
By (author) Daniel Walther
Paperback (Published)
(September 2017)
ISBN: 9783515118835
6.69 x 9.49 inches
Price: $105.00
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Ein homoopathischer Laienverein ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich fur eine Alternative zur Schulmedizin entschieden haben. Das Anliegen ihrer Mitglieder ist es, sich durch den Austausch von Erfahrungen gegenseitig zu unterstutzen. Mit diesem Ziel wurden viele, zum Teil noch heute existierende Vereine bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegrundet. Sie tragen seitdem massgeblich zur Popularisierung der homoopathischen Heilmethode bei. Um Mitglieder zu werben, bieten die Vereine bis heute ein vielfaltiges Programm: Sie veranstalten Vortrage uber haufig auftretende Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden und laden zu Koch- und fruher auch Gymnastikkursen ein. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verliehen die Vereine zudem Bucher und Zeitschriften, Fieberthermometer, Sitzbadewannen oder Klistiers an ihre Mitglieder – viele von ihnen unterhielten sogar eine eigene Apotheke. Daniel Walther zeichnet die Entwicklung dieser Laienbewegung in Deutschland von 1870 bis 2013 nach und zeigt, dass sie von politischen und gesellschaftlichen Prozessen ebenso erfasst und gepragt wurde wie von der zunehmenden medizinischen Bedeutung praventiver Massnahmen.
Daniel Walther studierte Geschichte und Germanistik mit Schwerpunkt Medizingeschichte in Heidelberg. Er promovierte danach in Mannheim und am Institut fur Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart uber die homoopathische Laienbewegung in Deutschland seit 1870. Aktuell beschaftigt er sich im Rahmen eines Postdoc-Projekts mit der Frage, warum sich Arzte gegenwartig und in der Vergangenheit der Homoopathie zugewendet haben.
- By (author) Daniel Walther
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