Liebe als Wahnsinn

Die Konzeption der Göttin Venus in den Argonautica des Valerius Flaccus

By (author) Dorothee Elm von der Osten

Book cover: Liebe als Wahnsinn

Extent: 204 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies, Literary Studies

Series: Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beitrage

Language: German

Paperback (Published)

(February 2007)

ISBN: 9783515089586

6.69 x 9.49 inches

Price: $81.00

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Die Grausamkeit, mit der im flavischen Argonautenepos die Gottin Venus die Bewohnerinnen der Insel Lemnos zum Mord anstiftet und mit der sie spater in der fur das Epos zentralen Medeahandlung die Colcherin in ihr Ungluck sturzt, lasst die Liebesgottin geradezu zu einer Gottin des Bosen werden. Die in Gestalt einer Furie auftretende Gottin legt eine Interpretation nahe, die sie als Reprasentation einer irrationalen, von wahnhaften Zugen begleiteten Liebe sieht, als Personifikation des Liebesfurors. Diese Verkorperung eines Gefuhls existiert im Medium des Epos aber nicht als ein Abstraktum, sondern als eine Gottheit, deren Darstellung ein breites Bedeutungsspektrum eroffnet. Diese Arbeit geht erstmals der fur die Argonautica zentralen Rolle der Gottin nach und stellt ihre Darstellung in den Zusammenhang der Reprasentation von Wahnsinn in der epischen Tradition. Um die Konzeption einer epischen Gottheit in ihrer Abhangigkeit von anderen kulturellen Diskursen zu verstehen, behandelt die Studie auch das Verhaltnis zu weiteren Konstruktionen von Devianz – in Philosophie, Medizin und Religion.


Die Grausamkeit, mit der im flavischen Argonautenepos die Gottin Venus die Bewohnerinnen der Insel Lemnos zum Mord anstiftet und mit der sie spater in der fur das Epos zentralen Medeahandlung die Colcherin in ihr Ungluck sturzt, lasst die Liebesgottin geradezu zu einer Gottin des Bosen werden. Die in Gestalt einer Furie auftretende Gottin legt eine Interpretation nahe, die sie als Reprasentation einer irrationalen, von wahnhaften Zugen begleiteten Liebe sieht, als Personifikation des Liebesfurors. Diese Verkorperung eines Gefuhls existiert im Medium des Epos aber nicht als ein Abstraktum, sondern als eine Gottheit, deren Darstellung ein breites Bedeutungsspektrum eroffnet. Diese Arbeit geht erstmals der fur die Argonautica zentralen Rolle der Gottin nach und stellt ihre Darstellung in den Zusammenhang der Reprasentation von Wahnsinn in der epischen Tradition. Um die Konzeption einer epischen Gottheit in ihrer Abhangigkeit von anderen kulturellen Diskursen zu verstehen, behandelt die Studie auch das Verhaltnis zu weiteren Konstruktionen von Devianz – in Philosophie, Medizin und Religion.

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