Landhauser in Berlin 1933-1945

Beihefte

by Frank Schmitz

Book cover: Landhauser in Berlin 1933-1945

Extent: 403 pages

Publisher: Dietrich Reimer Verlag

Subjects: Architecture

Series: Die Bauwerke und Kunstdenkmaler von Berlin

Series volume number: 31

Language: German

Hardback (Out of print)

(August 2007)

ISBN: 9783786125433

Price: $112.00

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Der individuelle Wohnungsbau in Berlin und Umgebung zeigt, dass Alltagsarchitektur im Nationalsozialismus keinesfalls dem Muster der monumentalen, neoklassizistischen Staatsbauten wie in den Planungen Albert Speers entsprach. Burgerliche Villen und Landhauser folgten vielmehr ganz unterschiedlichen stilistischen Stromungen, die Palette reicht von den modernistischen Bauten Egon Eiermanns, Gustav Hassenpflugs oder Ludwig Hilberseimers uber die Raumlandschaften Hans Scharouns bis zum unverbindlichen Traditionalismus, der bereits in den 1920er Jahren durch Architekten wie Heinrich Tessenow vorgepragt worden war. Prominente Bauherren, darunter Leni Riefenstahl, Arno Breker, Bernhard Hoetger und der Bauhaus-Grafiker Kurt Kranz, konnten ihre jeweiligen Wohnvorstellungen realisieren. Nicht selten setzten sich Architekten uber die staatlichen Vorgaben hinweg, die sich gegen moderne Bauformen richteten. Die Studie zu einem bisher kaum beachteten Gebiet der Architekturgeschichte lasst das Verhaltnis von Moderne und Tradition in neuem Licht erscheinen. Erstmals prasentiert werden bisher unbekannte Wohnhauser von den Architekten Wils Ebert sowie den Brudern Luckhardt. Der Band wird abgerundet durch einen reich bebilderten Katalog zu exemplarischen Berliner Wohnhausern.

  • By (author) Frank Schmitz

Es ist Schmitz zuzurechnen, dass er tatsachlich eine den Blick auf diese Epoche aufweitende Arbeit verfasst hat, die zu weiteren Untersuchungen ermuntert.Seine Analysen lesen sich bei aller wissenschaftlichen Pragnanz spannend und mit dem Stadtplan in der Hand lassen sich echte Entdeckungen machen.So schliesst seine Arbeit nicht nur eine lokal- und bauhistorische Forschungslucke. Schmitz mochte mit ihr auch den Blick lenken auf oft nicht offensichtliche Qualitaten teils konventionell erscheinender Gebaude: "Nicht selten entpuppten sich unauffallige Bauten als anspruchsvolle, komplexe Raumschopfungen, als durchdachte, ja funktionale Wohnhauser."