Kommunikation der Pest.

Seestädte des Ostseeraums und die Bedrohung durch die Seuche 1708–1713.

By (author) Carl Christian Wahrmann

Book cover: Kommunikation der Pest.

Extent: 393 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Eighteenth-Century Studies

Series: Historische Forschungen

Series volume number: 98

Language: German

Paperback (Published)

(November 2012)

ISBN: 9783428138814

6.18 x 9.17 inches

Price: $145.00

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Als die letzte Pest den Ostseeraum verheerte, führte dies zu einem enormen Bedarf an Informationen über die Seuche. Trotz der Gefahr kam es in den Seestädten zu einem vielseitigen Austausch von Nachrichten. Der Autor untersucht, wie Seuche und Kommunikation sich gegenseitig beeinflussten und die Menschen auf die jahrelange Bedrohung reagierten. Es wird gezeigt, welche Abwehrmaßnahmen genutzt wurden, welchen Einfluss die Pest auf die Informationsgewinnung, -verarbeitung und -weitergabe hatte und welche Medien für diese Zwecke genutzt wurden.


At the beginning of the 18th century, the Baltic region was struck by one of its largest plague epidemics. This, also the last outbreak of the disease, led to an enormous demand for information about the plague. Despite the great danger, there was diverse communication and a continuous exchange of information between those affected. The study focuses on the five maritime cities of Lubeck, Wismar, Rostock, Stralsund, and Greifswald, as well as neighboring territories. Drawing on a broad source material, Carl Christian Wahrmann vividly illustrates how the plague and communication influenced each other and how people reacted to the long-standing threat. The author shows which defensive measures were used against the plague, what influence the plague had on the acquisition, processing, and dissemination of information by authorities and the population, and which types of media were used for these purposes. In addition to written media, the focus is on the use of human “media,” such as the numerous plague guards, and the impact of specially constructed structures (e.g., plague gallows). Since the majority of the communities studied ultimately did not experience an outbreak despite the threat, the effectiveness of the defensive measures can be examined, as well as the differences and similarities between the affected and unaffected cities. It also becomes clear that the fear of infection led to the development of new forms of communication and significantly changed existing systems.

A. Einleitung

Forschungsstand und eigene Fragestellung – Quellenlage und Gang der Untersuchung – Kommunikationstheoretische Überlegungen – Die fünf Seestädte und die angrenzenden Territorien – Überblick über den Verlauf der letzten Pest im Ostseeraum – Die medizinische Sicht auf die »Pest« in den Quellen

B. Das System der Pestmaßnahmen

Defensive Pestpolitik – Aktive Pestpolitik – Institutionalisierung – Überregionale Koordination – Zusammenfassung

C. Einsatz und Wirkung von Medien

Primärmedien – Sekundärmedien – Tertiärmedien

D. Exemplarische Pestkommunikation

Unerwünschte Personengruppen – Aufrechterhaltung und Aufhebung des Postverkehrs – Vermuteter Einfluss des Wetters auf die Seuche – Regional bedeutsame Einzelereignisse

E. Schlussfolgerungen und Ausblick

Quellen- und Literaturverzeichnis

Quellen – Literatur – Internetseiten

Anhang

System der Pestmaßnahmen nach Martin Dinges – Kommunikationspartner der Stadträte von Lübeck, Wismar, Stralsund, Rostock, Greifswald sowie des Tribunals

Personen- und Sachwortregister

  • By (author) Carl Christian Wahrmann

»Mein Fazit: Ich empfehle dieses Buch unbedingt zur Anschaffung, da es eine Bereicherung der eigenen Ort- und Familienforschung darstellt.« Achim Harder, in: Sedina-Archiv, Heft 2/2018

»Wahrmanns gründliche, quellengestützte Untersuchung kann man mit Fug und Recht als einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte der Pest bezeichnen.« Robert Jütte, in: Zeitschrift für Historische Forschung, Bd. 42 1/2015

»Besonderen Wert hat Wahrmann auf die Analyse der von ihm benutzten Quellen gelegt, was insbesondere den Archivar freut. So ist mit seinem Buch ganz nebenbei auch eine fundierte quellenkundliche Arbeit entstanden. Zahlreiche Tabellen belegen zudem seine quantitativen Aussagen. Als Fazit ist festzuhalten, dass eine handwerklich solide Arbeit mit einer modernen und innovativen Fragestellung geleistet wurde, die zu nachvollziehbaren und tragfähigen Ergebnissen gekommen ist.« Dirk Schleinert, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands, Bd. 60, 1/2015

»Dank dieser Forschung werden neue Aspekte in der Forschung der letzten Pest in Europa aufgedeckt und zugleich weist der Autor auf weitere noch nicht entzifferte Fragen, auf weitere Aufgaben für die Historiker hin.« Gvido Straube, in: Acta Historica Universitatis Klaipedensis, 29/2014

»Zweifelsohne liegt der Gewinn dieser Dissertation in der Auswertung der Archive in Lübeck, Wismar und Rostock, wobei Lübeck als ehemaliges Haupt der Hanse unübersehbar im Zentrum steht. Auch ist Wahrmann die Visualisierung seiner Forschungsergebnisse gelungen.« Jörg Zapnik, in: Baltische Studien, Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte, Sonderdruck, NF 101/2015
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