Berechnen – Beschreiben.

Praktiken statistischen (Nicht-)Wissens 1750–1850.

Edited by Gunhild Berg Edited by Borbála Zsuzsanna Török Edited by Marcus Twellmann

Book cover: Berechnen – Beschreiben.

Extent: 233 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Cultural Studies

Series: Historische Forschungen

Series volume number: 104

Language: German

Paperback (Published)

(December 2014)

ISBN: 9783428145003

6.18 x 9.17 inches

Price: $131.00

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In der Zeit von 1750 bis 1850 orientiert die Rede über die Statistik sich zunehmend an einer Unterscheidung zwischen Operationen des »Zählens und Rechnens« einerseits und solchen des »Beschreibens« andererseits. Während erstere zum Inbegriff einer bald dominant mathematischen Statistik werden, finden die letzteren Aufnahme im Bereich der Literatur. Landesbeschreibungen, Reisebilder, Sittengemälde und Sozialreportagen suchen deskriptiv zu erfassen, was die zahlenbasierte Statistik methodisch ignoriert.


»Counting / Describing«



Between 1750 and 1850, the debates about »Statistik« increasingly addressed the difference between operations of counting and calculating on the one hand and verbal description on the other. While the first mode of knowledge production became the signature of a soon dominant mathematical statistics, the latter found its place in scholarship and prose. Land descriptions, travelogues, depictions of manners, habits and customs, as well as social reportages attempted to render in words what was ignored methodically by statistics based on numbers.

Gunhild Berg, Borbála Zsuzsanna Török und Marcus Twellmann
Einleitung

Martin Gierl
Johann Christoph Gatterers »Ideal einer allgemeinen Weltstatistik«. Die praktische Aufklärung fortlaufender Geschichte und ihre Wissensarchitektur

Justus Nipperdey
Ehre durch Zahlen. Publizistische Rangstreitigkeiten und die Evidenz der Zahl im späten 18. Jahrhundert

Martin Knoll
Topographien von Fortschritt und Rückständigkeit. Joseph von Hazzis »Statistische Aufschlüsse über das Herzogtum Baiern – aus ächten Quellen geschöpft«

Lioba Keller-Drescher
Das Statistisch-topographische Bureau als Transaktionsraum ethnographischen Wissens

Mária Hidvégi und Borbála Zsuzsanna Török
Grundlage des modernen Regierens. Wissensaggregierung und Wissenslücken der ökonomischen statistischen Werke in Ungarn, 1770–1848

Gunhild Berg
Das Nichtwissen der Statistik. Nationalphysiognomik in der Literatur der Aufklärung, der Romantik und des Realismus

Marcus Twellmann
»Ja, die Tabellen!« Zur Heraufkunft der politischen Romantik im Gefolge numerisch informierter Bürokratie

Patrick Eiden-Offe
»Oppositionelle Statistik«. Von den unterschiedlichen politischen Gebrauchsweisen statistischen Wissens im Vormärz

Johannes Scheu
Wider den homme moyen. Zur Soziologie des Einzelfalls

Justin Stagl
Die Entstehung der Völker- und Volkskunde aus der Krise der Statistik, 1750–1850

Autorinnen und Autoren

  • Edited by Gunhild Berg
  • Edited by Borbála Zsuzsanna Török
  • Edited by Marcus Twellmann

»Wer sich alis für das numerische, aber auch nichtnumerische Wissen in der Sattelzeit interessiert, findet ein reichhaltiges, Disziplinen übergreifendes Deutungsangebot sowie viele empirische Fallstudien, die hier eine geeignete Klammer finden.« Alexander Denzler, in: Jahrbuch für Regionalgeschichte, Band 35 (2017)
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