Katte. Ordre und Kriegsartikel.

Aktenanalytische und militärhistorische Aspekte einer "facheusen" Geschichte.

By (author) Jürgen Kloosterhuis

Book cover: Katte. Ordre und Kriegsartikel.

Extent: 137 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Social Sciences 

Language: German

Paperback (Published)

(October 2011)

ISBN: 9783428136070

6.18 x 9.17 inches

Price: $29.00

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Katte’s death sentence is stylistically flawed. The “Kustrin Files” have been missing a central piece of documentation since 1826. Such observations from the file analysis provide the impetus for a source-critical examination of the story in 1730, when according to popular belief the Prussian Crown Prince Frederick sought to flee abroad from the draconian severity of his father, Frederick William I, and his best friend, Hans Hermann von Katte, lost his life for this. Fiat justitia borussica or judicial murder of a guard lieutenant? The study combines file analysis and military history to shed light on the Katte case beyond what is previously known. Only from this new perspective can Hans Hermann’s brief officer career be precisely traced within his family environment and in the tension between imperial service and regimental culture; only the articles of war are useful for adequately assessing the desertion plot in which the Crown Prince implicated Keith, Katte, and others. The original revision of the “expert” facts is deepened by original sources, to which the second, revised, and expanded edition, among other things, includes the delinquents’ property inventories, which are also of great cultural and historical interest. An afterword on the review and reception of the first edition brings the work up to date with the current state of research. With all this, it still aims to enable the reader to form their own opinion as to whether the steadfast Kopenick court martial or the duty-driven “Soldier King” executed justice when Katte’s life and death were at stake.

I. Kronprinzenkonflikt – Kattetragödie – Königsdrama

II. Unkonventioneller Geschäftsgang und individuelle Schriftgutformen: Das Kabinett, seine Ordres und Dekret-Schreiben

III. Die »Küstriner Akten«: Ein lückenhaftes Pertinenzgemenge

IV. Gardekürassier von Katte: zwischen Reichsdienst und Regimentskultur

V. Kronprinz Friedrich: Absolom in re, Apollon in spe

VI. Der König und sein Kriegsgericht: Militärische Justiz versus gesunder Menschenverstand?

Quellen-Anhang

Der Archivar und Historiker Jürgen Kloosterhuis leitet seit 1996 das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Einen Schwerpunkt seiner Forschung bilden Probleme der preußischen (Militär-) Geschichte in der Frühen Neuzeit.

  • By (author) Jürgen Kloosterhuis

»Kloosterhuis [hat] einmal mehr gezeigt, wie fruchtbar die Auswertung von Gerichts- und Kriminalsachen für die militärische Forschung sein kann.«
Janine Rischke, in: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit, Bd. 13, 2/2009

»Der als Kritiker von Carl Hinrichs Arbeit zitierte preußische Staatsarchivrat Johannes Schultze (1881–1976) wäre über dieses Musterbeispiel einer Analyse frühneuzeitlicher Quellen des Lobes voll. Zunächst unternimmt Kloosterhuis eine minutiöse Analyse der Aktenentstehung und schafft damit erstmals eine solide Arbeitsgrundlage für jegliche weitere Forschung zum ›Kronprinzenprozeß‹ von 1730. Sine ira et studio bringt er sogar König Friedrich Wilhelm I. aus dem ›Schlagschatten‹. […] Kloosterhuis hat mit seiner Untersuchung und Darstellung des Aktenmaterials zum Katteprozeß ein Musterbeispiel geliefert, das sich auch gut als Lehrmaterial für Archivschulen eignen würde.«
Gerhard Knoll, in: Zeitschrift für Historische Forschung, 2/2008

»Kloosterhuis führt dem Leser eindringlich vor Augen, welche Antriebe und Hemmungen im König widerstritten und wie dieser nicht umhin kam, es mit ›ordre und Kriegsartikel[n]‹ zu halten. Mit ›Katte‹ liegt daher eine gleichermaßen interessante und sachlich fundierte, wie anregend zu lesende Studie auf breiter Quellenbasis vor, die sich durch pointierte Formulierungen und einen insgesamt sehr eingängigen Sprachduktus auszeichnet.«
Dirk Reitz, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift, Bd. 66, 1/2007

»Die Tragödie des Hans Hermann von Katte gehört zu den bekanntesten Ereignissen aus der Jugend Friedrich des Großen […]. Jürgen Kloosterhuis erzählt die Ereignisse anhand der Akten unter Einbeziehung der Vorgeschichte der Flucht. Dabei kommt er nüchtern und ohne das in dieser Frage so oft bemühte Pathos zu dem Ergebnis, daß Friedrich Wilhelm I. gar nicht anders handeln konnte, so grausam dies aus heutiger Sicht klingen mag. Auch die Anweisung, daß Friedrich die Hinrichtung Kattes mitansehen mußte, erscheint bei Kloosterhuis in einem anderen Licht: Durch Anordnung von Kattes Hinrichtung vor seinen Augen habe der König dem Kronprinzen ›und aller Welt‹ sichtbar machen wollen, ›wer die eigentliche Verantwortung für Hans Hermanns Katastrophe trug‹: sein eigener Sohn und Thronfolger.«
Uwe A. Oster, auf: www.damals.de, 26.01.2007

»[Hans Hermann von Kattes] Leben wird von Jürgen Kloosterhuis hier mit großem Einfühlungsvermögen nachgezeichnet. […] Das überaus gelungene, mit einem Quellenanhang versehene und durch Illustrationen bereicherte Werk dürfte das unzählige Male in vielfältigen Zusammenhängen behandelte Thema auf einen endgültigen Stand gebracht haben.«
Gerhard Sprenger, in: Jahrbuch für Brandenburgische Landesgeschichte, 57/2006
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