Judische Kultur in den SchUM-Stadten

edited by Karl E. Grozinger

Book cover: Judische Kultur in den SchUM-Stadten

Extent: 343 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Jewish Studies

Series: Judische Kultur. Studien zur Geistesgeschichte, Religion und Literatur

Series volume number: 26

Language: English

Hardback (Published)

(March 2014)

ISBN: 9783447101370

6.65 x 9.45 inches

Price: $64.00

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English summary: The towns of Speyer, Worms and Mainz, abbreviated by the Hebrew acronym ‘SchUM’, have remained a landmark in global Jewish consciousness until today. This volume introduces and assesses the literal and musical narratives of the three ‘SchUM’ communities. Contributions from sixteen different authors show to what extent German Jewry was rooted in the SchUM communities as well as how it was interwoven with German narrative and pious culture, despite the constant presence of exclusion and persecution beyond all religious differences. The Hebrew and Yiddish stories bear witness to an Ashkenazi Jewish concept of Heimat, in which Worms for example is seen as the ‘little Jerusalem’, with its own legal and spiritual authority that even goes as far as expecting the birth of the Messiah in Worms. One cannot really get to know this part of the Rhineland region without knowledge of this narrative culture, just as one cannot know it without knowledge of the sagas and songs of the Nibelung. German description: Die Stadte Speyer, Worms und Mainz, deren hebraisches Kurzel “SchUM” lautet, sind bis heute ein Markstein im judischen Bewusstsein in aller Welt. Es sind neben den heiligen Orten und Steinen vor allem die Erzahlungen, Erinnerungen, Lieder und Melodien, die das Bild von diesen drei judischen Muttergemeinden im Rheinland pragen. In diesem Band werden die erzahlerischen und musikalischen Narrative der drei SchUM-Gemeinden vorgestellt und erortert: die Erzahlungsliteratur vom Mittelalter bis zur Neuzeit, deren Fortschreibungen ab dem 19. Jh. bis zur Gegenwart in der modernen hebraischen Literatur sowie der rheinisch-synagogale und jiddische Volksgesang samt dem Theater, dem Purim-Schpil. Die Beitrage der 16 Autoren zeigen, in welchem Masse in den SchUM-Gemeinden die Grundlagen eines deutschen Judentums liegen, sowie dessen enge Verflechtung mit der deutschen Erzahl- und Frommigkeitskultur trotz der steten Gegenwart der Ausgrenzung und Verfolgung und jenseits aller religioser Differenzen. Die Welt der Grimm’schen Marchen ist in ihrem judischen Gewand hier schon Jahrhunderte fruher greifbar; Drachen, Damonen und Zauberer beherrschen das Bild, sind die literarischen Mittel zur Bearbeitung des alltaglichen Geschehens. Die hebraischen und jiddischen Geschichten zeugen von einem aschkenasisch-judischen Heimatbewusstsein, das z.B. in Worms das “kleine Jerusalem” sieht, mit eigener rechtlicher und spiritueller Autoritat, die bis hin zur Erwartung der Geburt des Messias in Worms reicht. Ohne die Kenntnis dieser Erzahlkultur kennt man diese rheinische Region ebenso wenig wie ohne die der Sagen und Lieder von den Nibelungen.

  • Edited by Karl E Grozinger