»In the Cause of Humanity«
Eine Geschichte der humanitären Intervention im langen 19. Jahrhundert
By (author) Fabian Klose
Hardback (Published)
(June 2019)
ISBN: 9783525370841
6.3 x 9.33 inches
Price: $113.00
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English summary: The question of whether, when and how the international community should react to violations of humanitarian norms and related humanitarian crises is undoubtedly one of the most controversially debated issues on the agenda of today’s international politics. However, the problem did not suddenly emerge at the end of the 20th and beginning of the 21st century, but was already the subject of controversy during the course of the “long 19th century”.Focusing on selected case studies such as the international fight against the slave trade (1807-1890), the military interventions of the major European powers on humanitarian emergency aid for Christian minorities in the Ottoman Empire (1827-1878) and the intervention of the United States in the Cuban War of Independence (1898), Fabian Klose investigates the emergence of the military practice and related legal debates on the protection of humanitarian norms by violent means. The idea of humanitarian intervention established itself as a recognized instrument in international politics during this period. In this respect, the international fight against the slave trade became the primal type of this new practice and played a key role in the emergence of a new understanding of humanitarian interventionism. As a result, guidelines under international law were developed, that served as justification for military intervention in various crisis regions of the world. Thus, the “long 19th century” can be indeed described as the genuine “century of humanitarian intervention”, in which military interventionism under the banner of humanity was significantly intertwined with colonial and imperial projects. German description: Die Frage, ob, wann und wie die internationale Gemeinschaft auf Verletzungen humanitarer Normen und damit verbundene humanitare Krisen reagieren soll, gehort zweifellos zu den vieldiskutierten Themen auf der Agenda der heutigen internationalen Politik. Allerdings tauchte diese Problematik nicht erst am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts plotzlich aus dem Nichts auf, sondern bereits im Verlauf des langen 19. Jahrhunderts setzte man sich kontrovers mit dieser Problematik auseinander.Anhand ausgewahlter Fallbeispiele wie dem Kampf gegen den Sklavenhandel (1807-1890), den Militarinterventionen der europaischen Grossmachte zur humanitaren Nothilfe fur christliche Minderheiten im Osmanischen Reich (1827-1878) oder dem Eingreifen der Vereinigten Staaten in den kubanischen Unabhangigkeitskrieg (1898) untersucht Fabian Klose die militarische Praktik und die volkerrechtlichen Debatten zum Schutz humanitarer Normen gewaltsam einzugreifen. Insgesamt etablierte sich in dieser Epoche die Idee der humanitaren Intervention als ein anerkanntes Instrumentarium in der internationalen Politik. Eine zentrale Schlusselrolle bei der Entstehung eines neuen humanitaren Interventionsverstandnisses ubernahm der bewaffnete internationale Kampf gegen den Sklavenhandel als Urtyp der humanitaren Intervention. Als Folge kam es zur Ausbildung volkerrechtlicher Leitlinien, die als Begrundung fur das militarische Eingreifen in verschiedenen Krisenregionen dieser Welt dienten. Das lange 19. Jahrhundert kann demnach als das genuine Jahrhundert der humanitaren Intervention charakterisiert werden, in dem es zu einer signifikanten Verzahnung von militarischem Interventionismus unter dem Banner der Humanitat mit kolonialen und imperialen Projekten kam.
- By (author) Fabian Klose
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