Hildegard von Bingen – Lieder

Riesencodex (Hs. 2) der Hessischen Landesbibliothek Wiesbaden fol. 466 bis 481v

Herausgegeben von Lorenz Welker. Kommentar von Michael Klaper

Book cover: Hildegard von Bingen – Lieder

Extent: 86 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Medieval Studies, Music & Performing Arts

Series: Elementa Musicae

Language: German

Hardback (Published)

(November 1998)

ISBN: 9783895000379

12.2 x 18.9 inches

Price: $237.00

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The „Riesencodex“ of the Hessische Landesbibliothek Wiesbaden includes sacred songs and the liturgical drama Ordo Virtutum of Hildegard of Bingen, as well as her theological and exegetical writings. This facsimile edition shall serve for a better understanding of Hildegard’s compositions in their original style, and a full comprehension of her musical interpretation of religious texts; it will also help to place her oevre into the context of the new liturgical-monophonic works of the high Middle Ages.<br/>


English description: The “Riesencodex” of the Hessische Landesbibliothek Wiesbaden includes sacred songs and the liturgical drama Ordo Virtutum of Hildegard of Bingen, as well as her theological and exegetical writings. This facsimile edition shall serve for a better understanding of Hildegard’s compositions in their original style, and a full comprehension of her musical interpretation of religious texts; it will also help to place her oevre into the context of the new liturgical-monophonic works of the high Middle Ages. German description: Dieser Band erschliesst das dichterisch-musikalische Werk der Hildegard von Bingen, von der uber 70 Gesange und ein geistliches Spiel bekannt sind – sie verfasste sowohl die Texte als auch die Melodien. Der “Riesencodex” der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden, der aus 481 Pergamentblattern besteht, entstand vermutlich zu ihren Lebzeiten und bewahrt ihr Werk in einer Art “Gesamtausgabe”: Neben den Gesangen umfasst er ihre theologischen Schriften und den Briefwechsel. Die Ausgabe schlusselt den Inhalt des Gesangsteils auf und erlautert das Gesangsrepertoire. Weitere Abbildungen dokumentieren die bekannten Hildegardschen Gesange mit musikalischer Notation. Die Notenbeispiele in moderner Umschrift ermoglichen einen Einblick in das faszinierende Wechselspiel zwischen Text und Musik, Variantenverzeichnisse runden das Werk ab. Ferner diskutiert der Band die Entstehung und die mogliche liturgische Verwendung der Gesange. Ein Glossar und ausfuhrliche Literaturhinweise ermoglichen die Vertiefung des Themas.

  • Edited by Lorenz Welker
  • Commentaries by Michael Klaper

„Hildegard von Bingen hat neben ihren visionären Schriften auch theologische Abhandlungen, natur- und heilkundliehe Werke und eine Fülle von Briefen hinterlassen, schließlich verdanken wir ihr auch eine Reihe geistlicher Gesänge. Eine annähernd vollständige Handschrift ihrer Werke auf 481 Pergamentblättern liegt heute in Wiesbaden; wegen der Größe ihrer Blätter (46 x 30 cm) wird sie als „Riesencodex“ bezeichnet. Deren letzter Teil enthält ihre Gesänge mit Melodien in einem Vierliniensystem. Der vorliegende Band bietet diesen Teil in einem Faksimiledruck von höchster Qualität in Originalgröße.<br/>Ein ausführlicher Kommentar – in Deutsch und Englisch – unterrichtet über die Handschrift, die wohl bald nach Hildegards Tod 1179 abgeschlossen wurde, und erörtert dann die sicher anzunehmende Verwendung der verschiedenen Gattungen (Hymnus, Sequenz usw.) im Stundengebet und in der Messe. Ein nützliches Glossar erläutert die liturgischen Fachtermini. Ein Beispiel: Die Sequenz „O Ierusalem“ wird in lateinischem Text und deutscher Übersetzung wiedergegeben und genau analysiert. Die insgesamt sehr speziellen Ausführungen dürften allerdings ohne kirchenmusikalische Vorkenntnisse schwer verständlich sein. Aber auch der interessierte Laie kann sich an dem Band erfreuen: Die fantastische Wiedergabe des Originals ist eine wahre Augenweide.“<br/><br/>In: Pax et Gaudium. Heft 34 (2008). S. 88.<br/><br/>------------------------------------<br/><br/>„Mit dem überformatigen, prächtigen Band ist die erforderliche Grundlage für jede weitere Beschäftigung mit den Gesängen Hildegards von Bingen gelegt, nachdem der „Codex Dendermonde“ bereits seit 1991 im Faksimile greifbar ist. Bei der Beschäftigung mit mittelalterlicher Einstimmigkeit ist der Rückgriff auf die Quellen ja unumgänglich; noch viel weniger als bei Mehrstimmigkeit ist hier eine Übertragung in ein anderes Schriftsystem ohne Sinnverlust möglich.<br/>Der dem Faksimile vorangestellte deutsche und englische Kommentar von Michael Klaper gibt umfassend über die Handschrift und ihre mutmaßliche Entstehungsgeschichte Auskunft. Es folgen einführende Bemerkungen zu Musik und Liturgie (mit beigefügtem Glossar), Überlegungen zu Gattungsfragen und Hinweise zu Streuüberlieferung, Varianten, Lesarten und Notation. Am Beispiel der Sequenz „O Jerusalem“, die er in einer überzeugenden Edition beigibt, erläutert Klaper die Schwierigkeiten bei der Anwendung geprägter Gattungsbezeichnungen auf die nicht nur in dieser Hinsicht einzigartigen Gesänge Hildegards, und am Beispiel des Responsoriums „O vos imitatores“, das außer im „Codex Dendermonde“ auch im Stuttgarter „Codex theol. phil. quert. 253“ aus Zwiefalten enthalten ist, zeigt er die Variantenbreite in der Überlieferung. Ausführliche Tabellen runden den Kommentar ab.“<br/><br/>In: Musiktheorie. 14 (1999) Heft 3. S. 185.
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