Geschichte der Sozialwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert.

Idiome - Praktiken - Strukturen.

Edited by Uwe Dörk Edited by Fabian Link

Book cover: Geschichte der Sozialwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert.

Extent: 327 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Cultural Studies, Social Sciences 

Series: Sozialwissenschaftliche Schriften

Series volume number: 51

Language: German

Paperback (Published)

(June 2019)

ISBN: 9783428156573

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Der Sammelband behandelt die Geschichte der Sozialwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert und nimmt dabei drei Schwerpunkte in den Blick: Idiomatische Sprachprägungen, praxeologische Spezialisierung und strukturelle Schließung. Mit Fokus auf den Zusammenhang dieser drei Aspekte erforschen die Beiträge dieses Sammelbands systematisch die historische Entwicklung und Eigenart der Sozialwissenschaften.


Seit Mitte der 1990er Jahre findet die Wissenschaftsgeschichte der Sozialwissenschaften eine wachsende Aufmerksamkeit. Der Sammelband leistet einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung, indem er drei Aspekte fokussiert: Sozialwissenschaftliche Idiome, Praktiken und Strukturen. Die Beitrage des Sammelbands gehen davon aus, dass idiomatische Sprachpragungen, praxeologische Spezialisierung und strukturelle Schlieaungen dazu beigetragen haben, dass fur den Gegenstandsbereich des Sozialen ein als wissenschaftlich markiertes Sonderwissen hervorgebracht wurde. Trotzdem erlangten die Sozialwissenschaften fur die Deutung von Gesellschaft nie jene hegemoniale Stellung, wie sie die Naturwissenschaften erreicht haben. Um so starker sind sie in ihrem wissenschaftlichen Selbstverstandnis von der gegenwartigen Wissenschaftsskepsis betroffen. Mit Blick auf diesen Trend analysiert der Sammelband systematisch die historische Entwicklung und Eigenart der Sozialwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert, indem er den Zusammenhang der genannten drei Aspekte beleuchtet.

I. Einleitung

Uwe Dörk: Geschichte der Sozialwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert: Idiome – Praktiken – Strukturen

II. Theorie

Andreas Langenohl: Der voranalytische Moment der Analyse. Zugänge zu ›Idiomen der Gesellschaftsanalyse‹

III. Fallstudien zur Institutionalisierung von Soziologie

Katharina Neef: Die Internationalität und Transnationalität soziologischer Netzwerke nach 1900, mit besonderem Blick auf das Institut International de Sociologie
Roberto Sala: Ein schwaches Etikett? Die deutschsprachige Soziologie im frühen 20. Jahrhundert
Niall Bond: Ferdinand Tönnies, französisch gelesen

IV. Langzeitstudien zur Methoden- und Disziplinevolution

Serge Reubi: Die Enthüllung der Welt? Luftfotografie und die Sozialwissenschaften im Frankreich der Zwischenkriegszeit
Benno Nietzel: Zur politischen Geschichte der Kommunikationsforschung als empirischer Sozialwissenschaft. Die Vereinigten Staaten und Deutschland in transatlantischer Perspektive von den 1920er bis 1960er Jahren

V. Strukturelle und idiomatische Neuprägungen nach 1945

Martina Mösslinger: Die UNESCO und ihr Einfluss auf die Sozialwissenschaften anhand des Beispiels der sozialwissenschaftlichen Assimilationsforschung (1945–1962)
Norbert Grube und Fabian Link: Kooperation, Konkurrenz, Konflikt: Das Allensbacher Institut für Demoskopie und das Frankfurter Institut für Sozialforschung in den 1950er Jahren
Christian Dayé: Die Blindheit der Auguren: Delphi, Political Gaming und das Phänomen der wechselseitigen Nichtbeachtung
Verena Halsmayer und Eric Hounshell: Inszenierungen von ökonomischer Methodik, Interventionswissen und wissenschaftlichen Personae. John K. Galbraith und Robert M. Solow zu Methode und Politik in der Industriegesellschaft (1967)

VI. Schluss

Fabian Link: Idiomatische, praxeologische und institutionelle Aspekte in der Geschichte der Sozialwissenschaften: Setzungs-, Umbesetzungs- und Absetzungsdynamiken

Autorenverzeichnis

  • Edited by Uwe Dörk
  • Edited by Fabian Link

»Der vorliegende Sammelband präsentiert durch die Bank lesenswerte und originelle Artikel. Auch bereits erfahrene Sozialwissenschafter*innen werden aus diesem Buch zahlreiche neue Einsichten gewinnen können.« Martin Gloger, in: Socialnet Rezensionen vom 19.02.2021