Gelehrtenbriefe

1878-1920. Ausgewählte Briefe II

By (author) Max Weber Edited by Rita Aldenhoff-Hübinger Edited by Edith Hanke Introduction by Gangolf Hübinger

Book cover: Gelehrtenbriefe

Extent: 294 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Social Sciences 

Language: German

Hardback (Published)

(April 2020)

ISBN: 9783161575167

5.83 x 8.46 inches

Price: $37.00

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Die Gelehrtenbriefe fuhren direkt in die Werkstatt des Wissens. Sie bilden nach den Reisebriefen den zweiten Band der Ausgewahlten Briefe Max Webers. Der Band enthalt uber hundert Briefe und Karten, beruhend auf der Max Weber-Gesamtausgabe. Die ausgewahlten Dokumente zeugen von der reichen Briefkultur des Bildungsburgertums im ausgehenden 19. Jahrhundert. Max Webers stilsichere Briefsprache kannte alle Schattierungen: Trost, Mitgefuhl, Leidenschaft, Belehrung, Streitlust, Rechthaberei. Der Band unterscheidet die drei Felder, Lebensfuhrung, Politik und Wissenschaft, auf denen uns der Gelehrte Max Weber begegnet. “Lebensfuhrung” umfasst die personliche Haltung in zentralen Fragen zu Familie, Ehe, Erotik, Kunst, Musik und Religion, “Politik” die standige, von klein auf erlernte Bereitschaft, sich mit politischen und brisanten Zeitfragen kritisch und teilnehmend auseinander zu setzen, und schliesslich das Kerngebiet des Gelehrten, die “Wissenschaft”, die Weber mit Unnachgiebigkeit und Strenge als unabhangige Sphare verteidigte. Positionen und Zusammenhange, die sich sonst nur schwer erschliessen lassen, werden in der lebhaften Auseinandersetzung mit einem Briefpartner oft klarer und direkter formuliert. Die Briefe geben Einblick in Gelehrtenmilieus mit ihrer jeweiligen intellektuellen Ausstrahlung, ihren akademischen Geselligkeitsformen und kulturellen Mustern von Zugehorigkeit und Ausgrenzung. Eingeleitet wird die Auswahl durch einen Essay von Gangolf Hubinger (Frankfurt/Oder). Ein biografisches Personenregister erschliesst die Briefe, die gegenuber der Max Weber-Gesamtausgabe vereinfacht zum Abdruck gelangen.

Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen; 1889 Promotion über die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift über Römische Agrargeschichte; Ordinarius für Nationalökonomie in Freiburg (ab 1894) und Heidelberg (ab 1897); Mitherausgeber des Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und Redakteur des Grundriß der Sozialökonomik; umfassende Beiträge zur Methodologie der Sozialwissenschaften, zur Politik des deutschen Kaiserreichs, zu Wirtschaft, Politik, Religion, Recht und Kunst in universalgeschichtlicher Perspektive; nach langem, krankheitsbedingtem Interim schließlich Professor für Gesellschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie in München (ab 1919); gestorben 1920 in München.

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  • Edited by Rita Aldenhoff-Hübinger
  • Edited by Edith Hanke
  • Introduction by Gangolf Hübinger