»Gedoene an wort daz ist ein toter galm«

Studien zur Wechselwirkung von Wort und Ton in einstimmigen Gesängen des hohen und späten Mittelalters

By (author) Johannes Kandler

Book cover: »Gedoene an wort daz ist ein toter galm«

Extent: 336 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Medieval Studies, Music & Performing Arts

Series: Elementa Musicae

Language: German

Hardback (Published)

(February 2006)

ISBN: 9783895004735

6.69 x 9.45 inches

Price: $102.00

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The investigation „Gedœne ân wort daz ist ein tôter galm“ consists of five single studies that treat the relationship between (monophonic) music and text in the high and late middle ages. Against the scientific opinion the investigation sketches a model of systematic analyzation, which deals with the structural elements of space, time an movement. The investigation is based on the material of the „Ludus Danielis“, the cistercian hymn-production, elected songs of Neidhart of Reuental, Oswald of Wolkenstein and the „Marienleich“ of Heinrich of Meißen.


English description: The investigation “Gedoene an wort daz ist ein toter galm” consists of five single studies that treat the relationship between (monophonic) music and text in the high and late middle ages. Against the scientific opinion the investigation sketches a model of systematic analyzation, which deals with the structural elements of space, time an movement. The investigation is based on the material of the “Ludus Danielis”, the cistercian hymn-production, elected songs of Neidhart of Reuental, Oswald of Wolkenstein and the “Marienleich” of Heinrich of Meissen. German description: Die Untersuchung “Gedoene an wort daz ist ein toter galm” widmet sich in funf eigenstandigen Studien der Wechselwirkung von Wort und Ton in der einstimmigen Musik des hohen und spaten Mittelalters. Entgegen der herrschenden Forschungsmeinung skizzieren die funf Studien einen Analyseweg, der unter Berucksichtigung der strukturellen Grossen Raum, Zeit und Bewegung eine systematische Untersuchung der Wechselwirkung von Wort und Ton ermoglicht. Als Untersuchungsgegenstande dienen der “Ludus Danielis”, die Hymnen der Ziterszienser fur den lateinischen, ausgewahlte Lieder Neidharts von Reuental und Oswalds von Wolkenstein sowie der “Marienleich” Heinrichs von Meissen fur den volkssprachlichen Bereich.

  • By (author) Johannes Kandler

Review - German "In einer Einleitung fuhrt der Vf. in die Methodik ein und umreisst den Untersuchungsgegenstand sowie die herangezogenen lateinischen und volkssprachlichen Quellen vom 12. bis ins fruhe 15. Jahrhundert. Im ersten Kapitel widmet sich der A. der Wechselwirkung im Ludus Danielis (S. 27), das nur in einem Codex, namlich London, BL, Egerton 2615 (1. Halfte XIII. Jh.), uberliefert ist. Hierbei werden zunachst die Forschungs- und Editionslage sowie der Inhalt und die Struktur des Spiels beschrieben, bevor der Vf. die inhaltlich-semantische Wechselwirkung zwischen Text und Musik im Ludus Danielis vor dem Hintergrund der Bedeutung von Wort und Ton sowie melodischer Elemente wie Intervall, Melisma und Motiv und schliesslich der Markierungsmoglichkeiten des Reims (S. 45) analysiert. Auf gleiche analytische Art und Weise setzt sich der A. mit den Korrepondenzen von Wort und Ton in den Hymnen der Zisterzienser (am Beispiel des verlorengegangenen ZisterzienserHymnars (Dijon, BM, 114), das jedoch in den zwei dem Original am nachsten Abschriften erhalten ist: Colmar, BM, 441: fruhes XIII. Jh.; 442: spates XII. Jh.), im Gesamtwerk des Neidhart v. Reuemal, in dem Marienleich Heinrichs v. Meissen und in den Liedern des Oswald v. Wolkenstein auseinander. Nach einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und einem abschliessenden Kapitel (Die Wechselwirkung von Wort und Ton: Concordia rerum discors?, S. 240) werden dem Anhang die Editionen der ausgewerteten Texte bzw. Werkteile beigegeben und ausgewahlte Notenbeispiele abgedruckt. An dieser Stelle sei auf die Texteditionen aus dem Ludus Danielis (wie Rex tua nolo munera, Congaudentes celebremus, Heu heu heu, die Errettung Daniels aus der Lowengrube) sowie aus dem Hymnarium Cisterciense (wie die Hymnen Optatus votis omnium, Iam Christus astra descenderat, Christus rogemus et patrem, Post Petrum primum principem, Verbum supernum prodiens, Iam regina discubuit) hingewiesen. Ein Literaturverzeichnis rundet den Band ab."In: Medioevo Latino. XXVIII (2007). S. 722.
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„In einer Einleitung führt der Vf. in die Methodik ein und umreißt den Untersuchungsgegenstand sowie die herangezogenen lateinischen und volkssprachlichen Quellen vom 12. bis ins frühe 15. Jahrhundert. Im ersten Kapitel widmet sich der A. der «Wechselwirkung im Ludus Danielis» (S. 27), das nur in einem Codex, nämlich London, BL, Egerton 2615 (1. Hälfte XIII. Jh.), überliefert ist. Hierbei werden zunächst die Forschungs- und Editionslage sowie der Inhalt und die Struktur des Spiels beschrieben, bevor der Vf. die inhaltlich-semantische Wechselwirkung zwischen Text und Musik im «Ludus Danielis» vor dem Hintergrund der Bedeutung von Wort und Ton sowie melodischer Elemente wie Intervall, Melisma und Motiv und schließlich der «Markierungsmöglichkeiten des Reims» (S. 45) analysiert. Auf gleiche analytische Art und Weise setzt sich der A. mit den Korrepondenzen von Wort und Ton in den Hymnen der Zisterzienser (am Beispiel des verlorengegangenen ZisterzienserHymnars (Dijon, BM, 114), das jedoch in den zwei dem Original am nächsten Abschriften erhalten ist: Colmar, BM, 441: frühes XIII. Jh.; 442: spätes XII. Jh.), im Gesamtwerk des Neidhart v. Reuemal, in dem Marienleich Heinrichs v. Meißen und in den Liedern des Oswald v. Wolkenstein auseinander. Nach einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und einem abschließenden Kapitel («Die Wechselwirkung von Wort und Ton: Concordia rerum discors?», S. 240) werden dem Anhang die Editionen der ausgewerteten Texte bzw. Werkteile beigegeben und ausgewählte Notenbeispiele abgedruckt. An dieser Stelle sei auf die Texteditionen aus dem «Ludus Danielis» (wie Rex tua nolo munera, Congaudentes celebremus, Heu heu heu, die Errettung Daniels aus der Löwengrube) sowie aus dem Hymnarium Cisterciense (wie die Hymnen Optatus votis omnium, Iam Christus astra descenderat, Christus rogemus et patrem, Post Petrum primum principem, Verbum supernum prodiens, Iam regina discubuit) hingewiesen. Ein Literaturverzeichnis rundet den Band ab.“<br/><br/>In: Medioevo Latino. XXVIII (2007). S. 722.
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