Fremde Feldzüge

Europäische Kriegsbeobachter in den Kriegen Japans, des Osmanischen Reichs und der USA, 1894–1898

By (author) Niko Rohé Series edited by Christof Dejung Series edited by Johannes Feichtinger Series edited by Antje Flüchter Series edited by Martin Lengwiler Series edited by Ulrike Lindner Series edited by Bernhard Struck Series edited by Jakob Vogel

Book cover: Fremde Feldzüge

Extent: 503 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Nineteenth-Century Studies

Series: Peripherien / Peripheries

Language: German

Hardback (Published)

(December 2023)

ISBN: 9783412528522

6.3 x 9.25 inches

Price: $99.00

Out of stock

Das Werk behandelt die europaische Kriegsbeobachtung, -bewertung und -einordnung von in der Forschung bisher wenig beachteten japanischen, osmanischen und amerikanischen Feldzugen wahrend der 1890er-Jahre. Der chinesisch-japanische Krieg 1894/95, der griechisch-turkische Krieg 1897 und der spanisch-amerikanische Krieg 1898 fielen in eine Zeit des Friedens in Europa und losten dort reges Interesse aus. Krieg galt als historische Notwendigkeit und ordnungsstiftende Kraft. Fur Kriegsbeobachterinnen und Kriegsbeobachter, so die Ausgangshypothese, waren die drei Feldzuge indes Chancen und Herausforderungen zugleich: Einerseits boten sie den meist mannlichen Kriegsberichterstattern, Militars und Diplomaten, aber auch Medizinern und Krankenschwestern, seltene Einblicke in See- und Landschlachten zwischen regularen Streitkraften mit modernen Waffen. Andererseits verlangten sie von ihnen, die ‘fremden’ Kriegserfolge mit eigenen Weltordnungsvorstellungen in Einklang zu bringen. Die Arbeit zeigt die europaischen Akteure in einer fur die Hochzeit der imperialen Expansion ungewohnten, aber geteilten Rolle: als Beobachtende in Kriegen ohne Beteiligung der Grossmachte.


Die Kriege Japans gegen China, des Osmanischen Reichs gegen Griechenland und der USA gegen Spanien konfrontierten die Grossmachte in den 1890er-Jahren mit sich verandernden imperialen Ordnungen. Als Augenzeugen, Mittler und Experten ruckten Kriegsbeobachterinnen und -beobachter in Schlusselrollen bei der Bewertung und Verortung der Ereignisse und der Verteidigung europaischer Fuhrungsanspruche. Das Werk behandelt die europaische Kriegsbeobachtung, -bewertung und -einordnung von in der Forschung bisher wenig beachteten japanischen, osmanischen und amerikanischen Feldzugen wahrend der 1890er-Jahre. Der chinesisch-japanische Krieg 1894/95, der griechisch-turkische Krieg 1897 und der spanisch-amerikanische Krieg 1898 fielen in eine Zeit des Friedens in Europa und losten dort reges Interesse aus. Krieg galt als historische Notwendigkeit und ordnungsstiftende Kraft. Fur Kriegsbeobachterinnen und Kriegsbeobachter, so die Ausgangshypothese, waren die drei Feldzuge indes Chancen und Herausforderungen zugleich: Einerseits boten sie den meist mannlichen Kriegsberichterstattern, Militars und Diplomaten, aber auch Medizinern und Krankenschwestern, seltene Einblicke in See- und Landschlachten zwischen regularen Streitkraften mit modernen Waffen. Andererseits verlangten sie von ihnen, die ‘fremden’ Kriegserfolge mit eigenen Weltordnungsvorstellungen in Einklang zu bringen. Die Arbeit zeigt die europaischen Akteure in einer fur die Hochzeit der imperialen Expansion ungewohnten, aber geteilten Rolle: als Beobachtende in Kriegen ohne Beteiligung der Grossmachte.

  • By (author) Niko Rohé
  • Series edited by Christof Dejung
  • Series edited by Johannes Feichtinger
  • Series edited by Antje Flüchter
  • Series edited by Martin Lengwiler
  • Series edited by Ulrike Lindner
  • Series edited by Bernhard Struck
  • Series edited by Jakob Vogel

» […] legt der Autor […] ein in allen Belangen lesenswertes Buch vor, das vor allem durch seine Akribie besticht. Beeindruckend ist zudem, dass Rohé Quellen aus britischen, deutschen, französischen und schweizerischen Archiven herangezogen und analysiert hat. Auch die Vielfalt der verwendeten Quellengattungen ist enorm«
Lukas Grawe, H-Soz-Kult, 02.10.2025