Forensische Erkenntnistheorie.

Der Inferentielle Kontextualismus und die Funktion der kontextrelevanten Zweifel im Strafverfahren – Zugleich eine analytische Perspektive zur Sachverhaltsfeststellungsdogmatik.

By (author) Kyriakos N. Kotsoglou

Book cover: Forensische Erkenntnistheorie.

Extent: 360 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Philosophy

Series: Schriften zur Rechtstheorie

Series volume number: 277

Language: German

Paperback (Published)

(May 2015)

ISBN: 9783428145553

6.18 x 9.17 inches

Price: $145.00

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Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Hauptproblemen der Sachverhaltsfeststellungsdogmatik im Strafverfahren auseinander und unternimmt einen intensiveren Zugriff auf den Beweiswürdigungsvorgang. Der hier vertretene Inferentielle Kontextualismus arbeitet eine anpassungsfähige Begründungsstruktur heraus, welche dem Tatrichter epistemische Rechte und Pflichten vorschreibt. Die Arbeit gelangt zu ähnlichen Ergebnissen wie die höchstrichterliche Rechtsprechung, versieht sie aber mit einer tragfähigen erkenntnistheoretischen Basis.


»Forensic Epistemology«

The present book tackles the question of what it means to raise a knowledge-claim about the guilt of the defendant in criminal adjudication and provide a reasoned verdict. Through careful examination of the use of concepts like ›knowledge‹, ›truth‹ and ›justification‹ it constructs a structure of justification for forensic evidence, which prescribes the epistemic rights and duties of the fact triers. Inferential Contextualism, i.e. the favored theory of justification, is defended against the charges of relativism and applied to various legal problems.

Einleitung

1. Der Mythos des Gegebenen

2. Die Hauptprobleme der juristischen Wahrheitsdebatte

3. Das System der freien Beweiswürdigung

4. Auf der Suche nach einer Rechtfertigungstheorie

5. Rechtliche Anwendungen

6. Epistemic Engineering – Zur Präzisierung des Inferentiellen Kontextes im Strafverfahren

7. »Anastasia« – Über das Geheimnis der Zarentochter und die therapeutische Diagnose des Streits zwischen objektiven und subjektiven Beweismaßlehren

8. Das Kühne-Problem und die inferentiellen Kontexte im Ermittlungsverfahren

Literatur- und Sachverzeichnis

Kyriakos N. Kotsoglou studierte Rechtswissenschaft und Kriminalwissenschaften an den Universitäten Thessaloniki, Athen und Frankfurt a.M. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie an der Universität Freiburg (Abteilung: Rechtstheorie). Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Strafverfahrensrecht und Strafrecht, Beweisrecht und -analyse. Er hat bereits Studien in mehreren Sprachen zu Themen wie das Beweiskriterium und die Verständigung im Strafverfahren, der Satz ›in dubio pro reo‹ sowie zu Grundlagefragen wie Rechtsvermutungen, Rechtsmethodik, Struktur von Rechtsdogmatiken etc.

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