Erdichtete Rituale

Die Eingeweideschau in der lateinischen Epik und Tragödie

By (author) Christiane Nasse

Book cover: Erdichtete Rituale

Extent: 408 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beitrage

Language: German

Paperback (Published)

(April 2012)

ISBN: 9783515101332

6.69 x 9.49 inches

Price: $114.00

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Die Unterscheidung von etruskischem und romischem Opferritual gehort zu den Grunduberzeugungen der Religionsgeschichtsschreibung. Christiane Nasse zeigt, dass diese Annahme auf einer Fehlinterpretation der zentralen Quellen und Besonderheiten einer hundertjahrigen Forschungsgeschichte beruht. Die Kritik fuhrt zu Dekonstruktionen: Weder erscheint die Hypothese von einer Dichotomie der Eingeweideschau plausibel, noch ist eine ‘Sakralsprachlichkeit’, auf die sich die Forschung wesentlich stutzt, hinreichend definiert. Mit der Frage nach dem Historisch-Referentiellen auf der einen und nach literarischen Verfremdungen auf der anderen Seite untersucht die Autorin zentrale Quellen zu diesem Schlachtritus. Sie zieht spatantike Texte von Vergil-Erklarern wie Servius und Macrobius heran sowie Gesetze aus dem Codex Theodosianus. In Einzelanalysen wirft sie ein neues Licht auf die poetischen Darstellungen klassischer Autoren wie Vergil, Ovid, Lucan, Seneca und Silius Italicus. Grundlage hierfur bilden die historisch-kritische Methode einerseits und Ansatze aus der Erzahltheorie andererseits.


Die Unterscheidung von etruskischem und romischem Opferritual gehort zu den Grunduberzeugungen der Religionsgeschichtsschreibung. Christiane Nasse zeigt, dass diese Annahme auf einer Fehlinterpretation der zentralen Quellen und Besonderheiten einer hundertjahrigen Forschungsgeschichte beruht. Die Kritik fuhrt zu Dekonstruktionen: Weder erscheint die Hypothese von einer Dichotomie der Eingeweideschau plausibel, noch ist eine ‘Sakralsprachlichkeit’, auf die sich die Forschung wesentlich stutzt, hinreichend definiert. Mit der Frage nach dem Historisch-Referentiellen auf der einen und nach literarischen Verfremdungen auf der anderen Seite untersucht die Autorin zentrale Quellen zu diesem Schlachtritus. Sie zieht spatantike Texte von Vergil-Erklarern wie Servius und Macrobius heran sowie Gesetze aus dem Codex Theodosianus. In Einzelanalysen wirft sie ein neues Licht auf die poetischen Darstellungen klassischer Autoren wie Vergil, Ovid, Lucan, Seneca und Silius Italicus. Grundlage hierfur bilden die historisch-kritische Methode einerseits und Ansatze aus der Erzahltheorie andererseits.

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