Emotionen am Werk

Peter Zumthor, Daniel Libeskind, Lars Spuybroek und die historische Architekturpsychologie

by Regine Hess

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Extent: 244 pages

Publisher: Dietrich Reimer Verlag

Subjects: Architecture

Series: Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst

Series volume number: 12

Language: German

Hardback (Published)

(November 2012)

ISBN: 9783786126805

Price: $74.00

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Raumerlebnisse beruhren unsere Gefuhle. In der zeitgenossischen Architektur treten vermehrt Architekten auf, die zu diesen ‘Emotionen am Werk’ Stellung bezogen haben, unter ihnen Peter Zumthor, Daniel Libeskind und Lars Spuybroek. In ihren Schriften reflektieren sie die Erzeugung von Gefuhlen. Wahrend Zumthor die Produktion einer hochwirksamen Werkprasenz in den Mittelpunkt seines Schaffens ruckt, gelingt Libeskind die Affizierung des Museumsbesuchers durch bauliche Engungen und Weitungen sowie durch akustische Reize. Spuybroek arbeitet mit flexiblen Materialien, die im erstarrten Zustand Bewegung suggerieren und durch Tone und Illuminationen in Interaktion mit dem Nutzer treten – hier wird der Betrachter zum Mitspieler. Neben produktionsasthetischen Verfahren zeichnet Regine Hess die Entwicklung rezeptionsasthetischer Begriffe wie Charakter, Ausdruck, Einfuhlung und Stimmung von der Aufklarung bis in die Gegenwart nach. Sie analysiert historische Positionen der Architekturpsychologie von Germain Boffrand bis Etienne-Louis Boullee und von Heinrich Wolfflin bis Rudolf Schwarz. Vor diesem emotionshistorischen Hintergrund werden die zeitgenossischen Positionen diskutiert.

  • By (author) Regine Hess

Mit dem Buch von Regine Hess ist die Architekturpsychologie einen bedeutenden Schritt weiter. Gerade weil die Autorin ein historisches Fundament legt, gelingt es ihr, gegenwartige Architekturpositionen in ihrem Eigenwert zu profilieren und dennoch die 'longue duree' damit verbundener Kategorien sichtbar zu machen.Damit schafft sie einen problemorientierten Zugang zu einer Thematik, die ein bedachtes Sprechen uber und Beschreiben von Architektur erfordert, um der Emotionsfalle (nicht nur) der aktuellen Werberhetorik zu entgehen.