Einheit im Konflikt

Dynastiebildung in den Grafenhäusern Lippe und Waldeck in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

By (author) Lennart Pieper

Book cover: Einheit im Konflikt

Extent: 623 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies, German Studies, Medieval Studies

Series: Norm und Struktur

Language: German

Hardback (Published)

(July 2019)

ISBN: 9783412514754

6.54 x 9.25 inches

Price: $150.00

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Die zunehmende Bedeutung dynastischen Denkens im Hochadel schlug sich seit dem ausgehenden Mittelalter in Hauschroniken und Genealogien ebenso nieder wie in komplexen Erbfolgeregelungen und einem gesteuerten Heiratsverhalten. Am Beispiel der Grafenhauser Lippe und Waldeck analysiert der Autor unterschiedliche Praktiken und Diskurse der Dynastiebildung, in deren Zuge adlige Verwandtschaftsverbande eine institutionelle Form annahmen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Konflikten, die von den einzelnen Akteuren um die Ausgestaltung der sozialen Ordnung, um Beteiligung an Herrschaft und Besitz sowie um die Implementation von Normen gefuhrt wurden. Der Prozess der Dynastiebildung, so macht die Studie deutlich, fuhrte keineswegs unmittelbar zu verstarkter Integration, sondern war von Verwerfungen und Bruchen gepragt. Daher mussten neue Wege gefunden werden, um die Einheit der Dynastie symbolisch zum Ausdruck zu bringen.


So hoch die Bedeutung von Dynastien fur die vormoderne Geschichte, so schwach ausgepragt war in der Regel ihre soziale Einheit. Lennart Pieper analysiert anhand der zahlreichen Konflikte in den Grafenhausern Lippe und Waldeck, wie sich Dynastiebildung vom 15. bis zum 17. Jahrhundert vollzog. Die zunehmende Bedeutung dynastischen Denkens im Hochadel schlug sich seit dem ausgehenden Mittelalter in Hauschroniken und Genealogien ebenso nieder wie in komplexen Erbfolgeregelungen und einem gesteuerten Heiratsverhalten. Am Beispiel der Grafenhauser Lippe und Waldeck analysiert der Autor unterschiedliche Praktiken und Diskurse der Dynastiebildung, in deren Zuge adlige Verwandtschaftsverbande eine institutionelle Form annahmen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Konflikten, die von den einzelnen Akteuren um die Ausgestaltung der sozialen Ordnung, um Beteiligung an Herrschaft und Besitz sowie um die Implementation von Normen gefuhrt wurden. Der Prozess der Dynastiebildung, so macht die Studie deutlich, fuhrte keineswegs unmittelbar zu verstarkter Integration, sondern war von Verwerfungen und Bruchen gepragt. Daher mussten neue Wege gefunden werden, um die Einheit der Dynastie symbolisch zum Ausdruck zu bringen.

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