Durer und Raffael

Als kunstlerische Ideale des Lukasbundes

Peter Vignau-Wilberg

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Extent: 216 pages

Publisher: Schnell & Steiner

Subjects: Art & Art History, Nineteenth-Century Studies

Language: German

Hardback (Published)

(October 2018)

ISBN: 9783795433840

Price: $58.00

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Die ersten drei Jahres des “”Lukasbundes”” (1809-1812) standen im Zeichen der Gegenuberstellung der Nachfolge von Durer durch Franz Pforr (1788-1812) und von Raffael durch Johann Friedrich Overbeck (1789-1869). Sie schufen dabei eine eigene Ikonographie.


Die Malerfreunde Franz Pforr und Johann Friedrich Overbeck grundeten am 10. Juli 1809 in Wien den “Lukasbund”, dem weitere junge Maler beitraten. Hauptgrundsatz des Bundes war die “Wahrheit” in der Kunst, die die Darstellung uber ihre Erscheinungsform hinausfuhrt. Man verpflichtete sich durch den Beitritt zum Lukasbund, zeit seines Lebens diesem Grundsatz treu zu bleiben.Nach dem Besuch der k.k. Gemaldesammlung in Schloss Belvedere wurde fur Pforr Durer, fur Overbeck Raffael zum kunstlerischen Leitbild. Die Dualitat der Kunst beider Maler sollte sich befruchtend auswirken. In Overbecks Zeichnung “Durer und Raffael vor dem Throne der Kunst” (1817) knien Durer und Raffael zu Seiten der thronenden christlichen Kunst, reichen sich die Hande und ubergeben der Kunst eigene Kunstwerke. Im Sommer 1810 waren die Lukasbruder von Wien nach Rom ubersiedelt, wo sie meinten, freier arbeiten zu konnen. Vom ehemaligen Kloster S. Isidoro aus besuchten sie haufig Raffaels “heilige Bilder”: seine Hauptwerke in den Stanzen des Vatikans. Durch den Tod von Pforr 1812 in Rom endete zwar die fruhe, auf Durer und Raffael basierende Programmatik des Lukasbundes, ihre Ikonographie wurde aber fortgesetzt.

  • By (author) Schnell & Steiner