Die Verwaltung des Todes

Annaherungen an eine Soziologie des Friedhofs

by Thorsten Benkel, contributions by Matthias Meitzler

Book cover: Die Verwaltung des Todes

Extent: 172 pages

Publisher: Logos Verlag Berlin

Subjects: Social Sciences 

Series: PeriLog - Freiburger Beitrage zur Kultur- und Sozialforschung

Series volume number: 6

Language: German

Paperback (Out of print)

(April 2012)

ISBN: 9783832531263

5.71 x 8.27 inches

Price: $26.00

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Der Tod beendet das Leben — doch beendet er auch soziale Verhaltnisse? Sterben ist stets das Sterben des Einzelnen. Der Friedhof, die frq Verraumlichung flq des Sterbens, steht jedoch fur eine ubersubjektive Vergemeinschaftung, die den Toten Platz und eine uber die Erinnerung des sozialen Umfeldes hinaus reichende Adressierbarkeit gewahrt. Obwohl er von erheblicher gesellschaftlicher Relevanz ist, fristet der Sinnrahmen der Sepulkralkultur in der Soziologie bislang ein Schattendasein.Niemand ist toter als der andere. Die Hinterbliebenen haben auf dem Friedhof die Moglichkeit, durch Sinnsetzungen und symbolische Abschiedsrituale mit dem Tod, vor allem aber mit dem Leben der Verstorbenen umzugehen. Zuvor setzt die Verwaltung des Todes ein: Die Transformation des lebendigen Leibes in einen toten Korper wird von institutionellen Mechanismen begleitet, fur die sozialpsychologische Dimensionen eher nebensachlich sind. Die gangigen Bestattungsriten zeigen, dass bei einem Todesfall Handlungen akut werden, die den Tod als frq Sinnmotiv flq fur Bedeutungskontexte nehmen, die sich die (Uber-)Lebenden selbst errichten.Kaum ein Friedhofsbesucher macht sich klar: Ich gehe uber Tausende von Leichen. Vorliegend werden beide Perspektiven integriert: Auf die Analyse der Verwaltungsablaufe, die in Gang kommen, wenn einer stirbt, folgen — vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Relevanz der Sterblichkeit — Konturen einer Soziologie des neuzeitlichen Friedhofs.

  • By (author) Thorsten Benkel
  • Contributions by Matthias Meitzler