Die Seleukiden und Iran

Die seleukidische Herrschaftspolitik in den ostlichen Satrapien

by Sonja Plischke

Book cover: Die Seleukiden und Iran

Extent: 408 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Ancient Near East, Classical Studies

Series: Classica et Orientalia

Series volume number: 9

Language: German

Hardback (Published)

(February 2014)

ISBN: 9783447100618

6.65 x 9.45 inches

Price: $87.00

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In order to highlight the specific characteristics of Seleucid rule in the Eastern Satrapies, this study looks at the structural organization of Seleucid governance in the Eastern Satrapies and the interaction between rulers, their satraps or officials, and local hereditary rulers along with the local population in the east. It also seeks a long-term approach that accommodated the multicultural and multiethnic nature of the eastern part of the Seleucid Empire, thereby contributing to the development of a specific Seleucid form of monarchy, which drew on a combination of foreign traditions, personal political experience as well as on the Hellenistic monarchy that prevailed in the West. German text.


Die iranischen Gebiete, die seit dem Asienfeldzug Alexanders III. in den griechischen Fokus geruckt waren und Teil des Seleukidenreiches wurden, weisen auf Grund ihrer polyethnischen Bevolkerungsstruktur, ihrer kulturellen Vielfalt und ihrer multiplexen lokalpolitischen Strukturen in hellenistischer Zeit den grossten Spannungsbogen zwischen Ost und West auf. Im Gegensatz zu den ubrigen, hauptsachlich makedonisch gepragten hellenistischen Grossreichen standen die Seleukiden daher vor der Aufgabe, ihre Herrschaftsausubung in den ‘Oberen Satrapien’ an die indigenen Traditionen anzupassen und sich so gegenuber der griechisch-makedonischen und der lokalen Bevolkerung in gleicher Weise zu legitimieren. Um die Spezifika der Seleukidenherrschaft in den ostlichen Satrapien herauszustellen, widmet sich die vorliegende Studie dem strukturellen Aufbau der seleukidischen Herrschaft in den ostlichen Satrapien und der Interaktion zwischen den Herrschern, ihren Satrapen oder Funktionaren und lokalen Dynasten bzw. der lokalen Bevolkerung im Osten. Zudem fragt sie nach einem langfristigen Konzept, das dem multikulturellen und polyethnischen Charakter des ostlichen Teils des Seleukidenreiches Rechnung trug und dadurch eine eigene seleukidische Form der monarchischen Herrschaft entwickelte, die sich aus Ruckgriffen auf fremde Traditionen, personliche politische Erfahrungen und der im westlichen Raum verbreiteten hellenistischen Monarchie zusammensetzte.

Abbildungsnachweis Abkurzungsnachweis Vorwort I. Einleitung 1. Zum forschungshistorischen Kontext des Seleukidenreiches 2. Zur Quellensituation 2.1 Die literarische Uberlieferung 2.2 Die epigraphischen und numismatischen Zeugnisse 2.3 Die archaologischen Zeugnisse 3. Vorgeschichte und Ausgangslage 3.1 Das Achaimenidenreich bis zur Herrschaft Dareios' III. 3.2 Persien unter Alexander III. 3.3 Der Beginn der Diadochenkriege 3.4 Die seleukidische Eroberung Babyloniens II. Strukturelle Bedingungen der seleukidischen Herrschaft in den "Oberen Satrapien" 1. Herrschaftsaufbau und Herrschaftssicherung 1.1 Terminologische Vorbemerkungen zur Bezeichnung geographischer und territorialer Strukturen 1.2 Verwaltung und Militar 1.2.1 Strukturierende Maanahmen: Verwaltungsmodalitaten und Heiratspolitik 1.2.2 Die "herrschende Gesellschaft" im Seleukidenreich 1.2.3 Die "philoi" der Seleukidenkonige 1.2.4 Titel und Amter 1.2.5 Seleukidischen Funktionare in den ostlichen Territorien 1.2.6 Iraner in hoheren Verwaltungsamtern 1.2.7 Die Einbindung der "lokalen Eliten" 1.3 Die Bevolkerung 1.3.1 Medien, Elymais-Susiane, Persis - Der Zagros und die Pastoralisten 1.3.1.1 Der Zagros 1.3.1.2 Zur Darstellung der Bergvolker Westirans in der literarischen Uberlieferung 1.3.1.3 Die Zagros-Bewohner seit Alexander III. und unter den Seleukiden 1.3.2 Die Nomaden und Sesshaften Zentralasiens 1.3.2.1 Nomadismus in der Forschung 1.3.2.2 Zur geographischen Struktur Zentralasiens 1.3.2.3 Nomaden und Sesshaften in der literarischen Berichterstattung 1.3.2.4 Der Sonderfall Baktrien 1.3.2.5 Zentralasien seit der Eroberung Alexanders III. und unter den Seleukiden 1.3.3 (Sud-)Mesopotamien und Babylonien 2. Infrastruktur 2.1 Das Bewasserungssystem 2.1.1 Das Qanatsystem 2.1.2 Die Frischwasserversorgung uber oberirdische Versorgungskanale 2.2 Das Straaensystem 2.2.1 Reisen als Ausdruck von Herrschaft und Reprasentation 2.2.2 Die Straaen- und Kommunikationssysteme in Westiran und Zentralasien 2.3 Die "Urbanisierungspolitik" der Seleukiden 2.3.1 Westiran (Elymais-Susiane, Medien, Persis, Persischer Golf) 2.3.2 Karmanien, Hyrkanien und Parthien 2.3.3 Baktrien, Sogdien und die Margiane 2.3.4 Ostiran (Areia, Arachosien, Drangiane, Parapamisaden) 2.3.5 (Sud-)Mesopotamien und Babylonien 2.3.6 Urbane Strukturen im seleukidischen Osten 2.4 Die seleukidische Finanzverwaltung im Osten 2.4.1 Die seleukidischen Munzpragestatten in Westiran 2.4.2 Die seleukidische Munzpragung in Ostiran 2.4.3 Die seleukidischen Munzpragestatten in (Sud-)Mesopotamien und Babylonien 2.4.4 Die Entwicklung der seleukidischen Munzpragung im Osten 3. Kult und Herrschaft 3.1 Die Abkunft: Die Seleukiden und Milet 3.2 Lokale Kulttraditionen - Nanaia, Anahita, Artemis, Marduk , Nab - 3.3 Der seleukidische Dynastiekult 3.4 Die Munzen als Herrschaftsmedium 3.5 Die seleukidische "Religionspolitik" III. Die Seleukiden und ihre Herrschaftsausubung in den "Oberen Satrapien" 1. Seleukos I. und Antiochos I. - Die Begrundung und Konsolidierung der Herrschaft im Osten 1.1 Der Baktrienfeldzug 1.2 Die Herrschaft des Sophytos 1.3 Der Indienfeldzug 1.4 Der Vertrag - die Festschreibung der ostlichen Grenze 1.4.1 Territoriale Abtretungen durch Seleukos 1.4.2 Die Ubergabe von Kriegselephanten durch Chandragupta 1.4.3 Der Beschluss einer epigamia/eines kedos 1.4.4 Sieg oder Niederlage 1.5 Antiochos als Vizekonig in den "Oberen Satrapien" 1.6 Zur Rolle Babyloniens und Mesopotamiens - Der Borsippa-Zylinder 2. Antiochos II. und Seleukos II. - Die Abfallbewegungen in Parthien und Bakrien 2.1 Die literarischen Berichte 2.2 Zum Quellenwert der Uberlieferung 2.3 Die chronologische Rekonstruktion der Abfallbewegungen 2.4 Das Seleukidenreich zur Mitte des 3. Jhds. v.Chr. 2.5 Die Ambitionen der seleukidischen Satrapen Andragoras und Diodotos 2.5.1 Die Rolle des Andragoras bis zur Begrundung des Arsakidenreiches 2.5.2 Die Diodotoi in Baktrien 2.6 Der Versuch der Revanche - Der Ostfeldzug Seleukos' II. 2.7 Das seleukidische Erbe: Die Anfange der arsakidischen Munzpragung 3. Antiochos der Groae und seine Zeit 3.1 Zum familiaren Hintergrund Antiochos' III. und Antiochos' IV. 3.2 Die Reichserweiterung 223 v.Chr durch Antiochos III. 3.3 Der Molon-Aufstand und seine Darstellung bei Polybios 3.4 Zu den Zielen und Planen von Hermeias und Achaios 3.4.1 Hermeias 3.4.2 Achaios 3.5 Die anabasis Antiochos' III. 3.6 Die Munzpragung unter Euthydemos 3.7 Zur Reichsvorstellung Antiochos' III. 3.8 Antiochos III. und das akitu-Fest 3.9 Elymais-Susiane bis zur Unabhangigkeit unter den Kamnaskiriden 3.9.1 Die Geschichte der Elymais-Susiane in seleukidischer Zeit 3.9.2 Antiochos' Angriff auf das Bel-Marduk-Heiligtum in der Elymais 4. Antiochos IV. und der Osten 4.1 Antiochos und Babylonien 4.2 Die anabasis 4.3 Der Vorwurf der Tempelplunderung 4.4 Die Herrschaft der Frataraka in der Persis 4.5 Die Zielsetzung in der Ostpolitik Antiochos' IV. IV. Fazit 1. Zur Herrschaftskonzeption der Seleukiden 2. Die Seleukiden im Spiegel ostlicher Herrschaftstradition V. Quellen und Literaturverzeichnis VI. Register

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