Stereotypisierung – Idealisierung – Indifferenz

Formen der Auseinandersetzung mit dem Achaimeniden-Reich in der griechischen Persika-Literatur

by Irene Madreiter

Book cover: Stereotypisierung – Idealisierung – Indifferenz

Extent: 237 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Ancient Near East, Classical Studies

Series: Classica et Orientalia

Series volume number: 4

Language: German

Hardback (Published)

(August 2012)

ISBN: 9783447064507

6.65 x 9.45 inches

Price: $67.00

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Irene Madreiters Studie “Stereotypisierung – Idealisierung – Indifferenz” befasst sich mit einem Thema, dessen Relevanz bis in die Gegenwart zu verfolgen ist: der Auseinandersetzung mit fremden Kulturen. Im konkreten Fall handelt es sich um die Wahrnehmung des Achaimeniden/Achameniden-Reiches in historiographischen Quellen des vierten Jahrhunderts v. Chr. Madreiter untersucht mit Hilfe moderner sozialpsychologischer und literaturwissenschaftlicher Instrumentarien, wie die Achaimeniden in der sogenannten Persika-Literatur dargestellt wurden. Durch exakte Analyse des Perser-Stereotyps bei Ktesias, Dinon und Herakleides wird dessen Inhalt, Uniformitat und Veranderung deutlich. Die gewonnenen Ergebnisse werden in den Kontext des sozio-politischen Diskurses uber Persien gestellt, der sich in literarischen, inschriftlichen und archaologischen Zeugnissen manifestiert. Gerade der Vergleich der kleinasiatischen Persika-Autoren mit zeitgleichen athenischen Rhetoren oder Komodiendichtern macht deutlich, dass der biographische Hintergrund des jeweiligen Autors zu unterschiedlichen Wahrnehmungen der Achaimeniden fuhrte. Dabei reichte das Spektrum von extremer Abwertung, uber Idealisierung bis hin zu einer absichtlichen Negierung bzw. Normalisierung der anderen Kultur. So entstand jenes verzerrte Orient-Bild, das bis heute das westliche Denken pragt, jedoch mit einer historischen Realitat des vierten vorchristlichen Jahrhunderts wenig bis gar nichts gemein hat.

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