Die Nibelungen

Sage – Epos – Mythos

Edited by Joachim Heinzle Edited by Klaus Klein Edited by Ute Obhof By (author) Klaus von See By (author) Toni Wappenschmidt By (author) Ulrich Müller

Book cover: Die Nibelungen

Extent: 796 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: German Studies, Literary Studies

Language: German

Hardback (Published)

(December 2003)

ISBN: 9783895003479

6.69 x 9.45 inches

Price: $76.00

In stock

Der Band bildet die Summe der gegenwärtigen Forschung zu den Nibelungen und eröffnet Perspektiven für künftige Arbeit an dem Überlieferungskomplex, der bis auf den heutigen Tag zu den wirkungsmächtigsten literarischen Mythen im kulturellen Gedächtnis der Deutschen gehört.


Im Zentrum dieses Bandes steht das Nibelungenlied, seine literarische Stellung in der hofischen Literatur der Zeit um 1200 und die Entfaltung des Textes in der Uberlieferung vom 13. bis ins fruhe 16. Jahrhundert. Gegen den herrschenden Trend, den Text ohne Rucksicht auf die Sage zu lesen, aus der er erwachsen ist, wird diese im Horizont aktueller kulturwissenschaftlicher Fragestellungen neu ins Bewusstsein der Forschung gehoben. Breiter Raum ist der Rezeption des Nibelungenstoffs in der Neuzeit gewidmet: seiner nationalideologischen Vereinnahmung im 19. und 20. Jahrhundert, seiner Neuformulierung in Literatur, Oper und Film sowie seiner Darstellung in der bildenden Kunst von Johann Heinrich Fussli bis in die Gegenwart. Der Band erscheint in Zusammenhang mit der Ausstellung “Uns ist in alten Maeren … Das Nibelungenlied und seine Welt”, die vom 13.12.2003 bis 14.3.2004 im Schloss Karlsruhe stattfindet. Anlass der Ausstellung ist der Erwerb der Nibelungenlied-Handschrift C mit Geldern der Landesbank Baden-Wurttemberg, der Kulturstiftung der Lander, der Bundesregierung und der Freifrau Christina von Lassberg. Seit dem Jahre 2001 befindet sich die Handschrift als Eigentum der Landesbank Baden-Wurttemberg und der Bundesrepublik Deutschland in der Badischen Landesbibliothek.

  • Edited by Joachim Heinzle
  • Edited by Klaus Klein
  • Edited by Ute Obhof
  • By (author) Klaus von See
  • By (author) Toni Wappenschmidt
  • By (author) Ulrich Müller

„Der Aufsatzband mit 28 Beiträgen zum Nibelungenlied ist zeitgleich mit dem Begleitband zur großen Nibelungenausstellung in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe anläßlich der Erwerbung der Nibelungenhandschrift C (Karlsruhe, Bad. LB, Codex Donaueschingen 63) erschienen. Er gibt den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Fragen zum Gesamtkomplex Nibelungenlied wieder. Die Aufsätze sind in sechs Themenbereiche gegliedert, beginnend mit den im Nibelungenlied verarbeiteten historischen Ereignissen der Völkerwanderungszeit und endend mit Bearbeitungen des Stoffes in Literatur, Musik, Film und Bildender Kunst bis zur Gegenwart. Dabei gibt fast immer der erste Aufsatz eines Themenkomplexes einen Überblick, die weiteren greifen Einzelaspekte heraus.<br/>(...) Am Ende eines jeden Beitrages findet sich ein ausführliches Literaturverzeichnis. Abgerundet wird der Band am Schluß durch 155 Abbildungen zu den vorausgehenden Beiträgen. Der Band eröffnet in seinem breiten Themenspektrum vielfältige Zugänge zum Nibelungenlied und läßt die Komplexität und Widersprüchlichkeit dieses Werkes, die sich in der Forschungsdiskussion widerspiegelt, deutlich werden.“<br/><br/>In: Scriptorium. 2008, 1. S. 86-87.<br/><br/>------------------------<br/><br/>„Die Rezeptionsgeschichte von Nibelungensage und „Nibelungenlied“ ist ein weites Feld, darum erscheint es besonders hilfreich, dass in dem Sammelband Grundstrukturen der Entwicklung seit Anfang des 19. Jahrhunderts deutlich werden. Der in der Wirkungsgeschichte formierte Mythos hat sich z.T. verselbständigt, der Bezug zu den Ausgangspunkten (Geschichte - Sage - Dichtung) verschwimmt. Die Bezugnahme wird zur Rezeption der Rezeption multipliziert. In extremer Weise zeigt das die Szenenüberschrift in Heiner Müllers „Germania 3“, die Greiner als Titel seines Beitrags genutzt hat: „Siegfried eine Jüdin aus Polen“. Zeichen, die vermeintlich auf erinnerte Geschichte weisen oder weisen sollen, werden zu Hieroglyphen für Experten, wenn nicht die Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen aktiviert wird. Dazu bietet der besprochene Band Möglichkeiten und reiches Material.“<br/><br/>In: Zeitschrift für deutsche Philologie. 126 (2007) 1. S. 152-158.<br/><br/><br/><br/><br/><br/>
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