Die mittelalterlichen Handschriften des Stiftes Nonnberg in Salzburg

edited by Gerold Hayer and Manuel Schwembacher

Book cover: Die mittelalterlichen Handschriften des Stiftes Nonnberg in Salzburg

Extent: 492 pages

Publisher: Austrian Academy of Sciences Press

Subjects: Medieval Studies, Religious Studies

Series: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse

Series volume number: 501

Language: German

Paperback (Published)

(January 2018)

ISBN: 9783700180081

8.27 x 11.65 inches

Price: $143.00

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This academic catalogue provides access for the first time to the medieval manuscripts and fragments preserved in the Benedictine Convent of Nonnberg in Salzburg, which was founded in the early 8th century. The current holdings of the library encompass a relatively small collection of medieval works, with 108 manuscripts and 125 fragments from the early 9th to the middle of the 16th century.


In diesem Katalog werden erstmals die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente des Benediktinen-Frauenstifts Nonnberg in Salzburg der Forschung zuganglich gemacht. Die Bibliothek des Stifts, das im fruhen 8. Jahrhundert gegrundet wurde, verfugt heute nur noch uber einen kleinen Handschriftenfonds: 108 Handschriften und 125 Fragmente aus der Zeit vom fruhen 9. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Gemessen an den Bestanden anderer Klosterbibliotheken ist der Anteil an Handschriften in lateinischer Sprache sehr klein. Es handelt sich dabei ausschliealich um liturgische Texte: Voll- und Teilbreviere, Psalterien mit den Cantica, Litaneien, Totenoffizien und Benediktionen, Processionale, Antiphonare und Hymnare bestimmen das Bild. Auch in der fast ausschliealich lateinischen Fragmentsammlung dominieren liturgische Texte. Den in deutscher Sprache geschriebenen Handschriften ist die ausschliealich religiose Thematik gemeinsam. Neben einer Vielzahl von Gebetbuchern spannt sich der Bogen von Bibeltexten (Paulus-Briefe, Evangelienperikopen), Darstellungen vom Leben Jesu und seiner Passion, Heiligenlegenden und erbaulichen Geschichten uber Regel-Auslegungen und Predigten zu katechetischen, aszetischen und wenigen mystischen Texten. Anders als bei den heute in Munchen und in amerikanischen Bibliotheken befindlichen Handschriften der Stiftsbibliothek handelt es sich bei den am Nonnberg verbliebenen Kodizes fast ausnahmslos um Gebrauchshandschriften ohne besonderen kunstlerisch-reprasentativen Anspruch. Fur nur wenige Handschriften wurde als Beschreibstoff Pergament verwendet. Der Buchschmuck beschrankt sich auf die fur spatmittelalterliche Handschriften ubliche Rubrizierung. In einigen kleinformatigen Gebets- und Andachtsbuchern finden sich gelegentlich qualitatsvollere Miniaturen mit der Darstellung von Heiligen; in Handschriften des 16. Jahrhunderts sind sie durch Holzschnitte und Stiche ersetzt.

  • By (author) Gerold Hayer
  • Edited by Manuel Schwembacher