Die Anwendung und Durchsetzung US-amerikanischer Handelsbeschränkungen innerhalb der Europäischen Union – Wie schutzlos ist die EU?
By (author) David B. Adler
Paperback (Published)
(July 2016)
ISBN: 9783428149834
6.18 x 9.17 inches
Price: $58.00
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Die USA greifen zur Erreichung ihrer politischen Ziele von jeher auf den Erlass von Handelsbeschränkungen zurück, die sie auch gegenüber außerhalb der USA ansässigen Wirtschaftsteilnehmern durchsetzen. Dabei nehmen die USA auf sogenannte Abwehrgesetze (blocking statutes) wie die Verordnung (EG) 2271/96 keine Rücksicht.
Die Arbeit legt durch die Darstellung der extraterritorial zur Anwendung kommenden US-amerikanischen Handelsbeschränkungen an den Beispielen Kuba und dem Iran das Spannungsverhältnis zwischen den US-amerikanischen Regelungen und der Verordnung (EG) 2271/96 offen. Sie zeigt auf, dass vor dem Hintergrund der jüngst eingeleiteten historischen Wende in der US-amerikanischen Kuba- und Iran-Politik und den derzeit stattfindenden Verhandlungsrunden über das Transatlantische Freihandelsabkommen (The Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)) der Zeitpunkt günstig ist, das aufgeworfene Problem umfassend mit den USA zu diskutieren und einer Lösung zuzuführen.
»The Enforcement of U.S. Secondary Sanctions within the EU – How Defenseless is the EU?«
In order to advance their foreign policy interests, the U.S. inter alia maintains a range of so called »secondary sanctions« such as trade boycotts and foreign company divestment, which involve economic restrictions designed to inhibit non-U.S. citizens and companies abroad from doing business with a target of primary U.S. sanctions. In particular the U.S. sanctions regimes relating to Cuba and Iran consist of prominent secondary sanctions, such as the Helms-Burton Act and the Iran Sanctions Act, and have provoked much controversy, in part because of international claims that they are illegally »extraterritorial« in purpose and effect.
This book provides an overview of both the current U.S. sanctions regimes relating to Cuba and Iran and explores the discrepancy between the U.S. secondary sanctions and Council Regulation (EC) No 2271/96, which aims to protect »against the effects of the extra-territorial application of legislation adopted by a third country, and actions based thereon or resulting therefrom«.
David B. Adler analyses the reasons why the EU, despite the Regulation, is not able to properly protect European companies against proceedings initiated by the U.S. government for the infringement of US secondary sanctions and what the EU could do to live up to the Regulation’s purpose and goals.
A. Problemfeld
B. Das amerikanische Geflecht an extraterritorialen Handelsbeschränkungen
Grundlagen des US-amerikanischen Systems – Extraterritorialität – Überblick über einzelne extraterritorial zur Anwendung kommende US-amerikanische Iran- und Kuba-Sanktionen – Konsequenz von Sanktionsverstößen – Zusammenfassung
C. Kern des Streits und die Reaktionen auf das Vorgehen der USA
Reichweite der Rechtsetzungsgewalt im Außenwirtschaftsrecht – Reichweite der Vollstreckungsgewalt – Diskussion – Reaktion des Auslands – Reaktion der Vereinten Nationen – Reaktion der Europäischen Union
D. Anti-Boykott-Verordnung der Europäischen Union als Schild?
Anwendungsbereich der Verordnung – Regelungsinhalt – Kritik an der Verordnung
E. Erklärungsversuch der Passivität der EU
Europäische Iranpolitik – Europäische Kubapolitik
F. Fazit
Literatur- und Sachwortverzeichnis
David B. Adler studierte Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung an der Universität Bayreuth und legte im Jahre 2007 an der Albert-Ludwigs Universität Freiburg i.Br. sein erstes Staatsexamen ab. Nach Abschluss des Referendariats am OLG Düsseldorf im Jahre 2009, erwarb Herr Adler im Jahre 2011 einen Master mit Schwerpunkt »IP« an der Fordham University School of Law in New York und die Anwaltszulassung im Bundesstaat New York. Anschließend arbeitete er als Foreign Associate im New Yorker Büro von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan LLP. Während dieser Zeit stellte er seine ebenfalls im Duncker & Humblot Verlag erschienene Dissertation mit dem Titel »US-discovery und deutscher Patentverletzungsprozess« fertig, die er im Jahre 2009 an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i.Br. und dem Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb in München begonnen hatte. Seit 2012 ist Herr Adler als Rechtsanwalt im Hamburger Büro von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan LLP und seit 2014 zudem als Dozent an der Universität Hamburg tätig. Herr Adler berät schwerpunktmäßig in den Bereichen »International Litigation« und »White Collar & Internal Investigations«.
- By (author) David B. Adler
»Der Beitrag stellt sich damit als ein aus der Rechtspraxis angestoßener, pointiert zugespitzter Zwischenruf dar, welcher den EU-Gesetzgeber herausfordern soll. Als solcher ist er berechtigt und für die bereits Jahrzehnte andauernde wissenschaftliche Auseinandersertzung informativ.« Dr. Matthias Weller, in: Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht, Band 82, Heft 3/2018
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