Der Wald in der Frühen Neuzeit zwischen Erfahrung und Erfindung

Naturästhetik und Naturnutzung in interdisziplinärer Perspektive

Contributions by Anette Baumann Contributions by Daniela Bohde Contributions by Nils Büttner Contributions by Sabine Holtz Contributions by Hansjörg Küster Contributions by Helena Langewitz Contributions by Anna Schütz Contributions by pierre Vaisse Contributions by Astrid Zenkert Edited by Daniela Bohde Edited by Astrid Zenkert

Book cover: Der Wald in der Frühen Neuzeit zwischen Erfahrung und Erfindung

Extent: 297 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Art & Art History, Early Modern & Renaissance Studies

Language: German

Hardback (Published)

(December 2023)

ISBN: 9783412526184

6.3 x 9.25 inches

Price: $69.00

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Eine transdisziplinare Annaherung an den fruhneuzeitlichen Wald: Beitrage aus geobotanischer, historischer und juristischer Perspektive beleuchten die Ubernutzung des Waldes durch konfligierende Nutzungsformen und seine daraus resultierende Verrechtlichung und kartographische Verbildlichung. Kunsthistorische, theater- und literaturwissenschaftliche Beitrage widmen sich der Frage, wie die Gestaltung von Waldmotiven in Malerei und Graphik, Gartenkunst, Dichtung und Oper mit der okonomischen Sicht auf den Wald verflochten ist.


Waldbilder der Fruhen Neuzeit sind haufig als Ausdruck eines neuen Naturempfindens und als Vorbote einer romantischen Naturasthetik verstanden worden. Doch der Wald der Vormoderne war auch ein hart umkampfter Wirtschaftsraum: Er lieferte den fur die vormoderne Gesellschaft zentralen Rohstoff Holz und diente zugleich auch als Standort fruhindustriellen Gewerbes, als Viehweide und Jagdgrund. Dieser Band fragt nach dem Verhaltnis zwischen der intensiven okonomischen Nutzung des Waldes und den neuen Formen seiner Asthetisierung. Gegen die traditionelle Vorstellung, dass ein funktionales und ein asthetisches Verhaltnis zum Naturraum einander ausschliessen, wird hier der transdisziplinare Versuch unternommen, Nutzung, Wahrnehmung, Darstellung und Fiktionalisierung des Waldes als komplexen Zusammenhang zu begreifen. Beitrage aus geobotanischer, historischer und juristischer Perspektive beleuchten die Ubernutzung des Waldes durch konfligierende Nutzungsformen und seine daraus resultierende Verrechtlichung und kartographische Verbildlichung. Kunsthistorische, theater- und literaturwissenschaftliche Beitrage widmen sich der Frage, wie die Gestaltung von Waldmotiven in Malerei und Graphik, Gartenkunst, Dichtung und Oper mit der okonomischen Sicht auf den Wald verflochten ist. Uber den Fokus auf die Fruhe Neuzeit hinaus mochte der Band auch in Bezug auf die Gegenwart dafur pladieren, die gangige Dichotomisierung von Naturasthetik und Naturnutzung zu uberdenken.

  • Contributions by Anette Baumann
  • Contributions by Daniela Bohde
  • Contributions by Nils Büttner
  • Contributions by Sabine Holtz
  • Contributions by Hansjörg Küster
  • Contributions by Helena Langewitz
  • Contributions by Anna Schütz
  • Contributions by pierre Vaisse
  • Contributions by Astrid Zenkert
  • Edited by Daniela Bohde
  • Edited by Astrid Zenkert

»Der Band überzeugt dadurch, dass seine Beiträge über die differenzierte Diskussion visueller wie schriftlicher Primärquellen unter stetem Einbezug neuester Literatur zu genauen, die Komplexität historischer Prozesse und ästhetischer Entscheidungen berücksichtigenden Ergebnissen gelangen. Diese regen modellhaft zur weiteren Verbindung von Naturwissenschaft und Kulturgeschichte an.«
Thomas Biskup, H-Soz-Kult, 25.03.2025