Der ‘Unglaubige’ in der Rechts- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts

edited by Ulrich Kronauer and Andreas Deutsch

Book cover: Der ‘Unglaubige’ in der Rechts- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts

Extent: 490 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: Cultural Studies, Religious Studies

Series: Akademiekonferenzen

Series volume number: 20

Language: German

Paperback (Published)

(September 2015)

ISBN: 9783825365325

6.06 x 9.21 inches

Price: $50.00

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Die Frage nach “Glaube” und “Unglaube” hat bis heute Brisanz. Wahrend andernorts Menschen fur ihren Glauben morden, muss in Europa die Toleranzdiskussion seit der Aufklarung stetig aufs Neue gefuhrt werden. Der interdisziplinar ausgerichtete Band lenkt den Blick auf das 18. Jahrhundert, in dem traditionelle und modernisierende Krafte zum Teil erbittert um Glaubenswahrheiten und Toleranzraume rangen. Wesentliche Positionen der Debatte wirken bis in unsere Tage nach. Nicht nur Atheisten, sondern auch Andersglaubige, etwa Muslime, Angehorige von Naturreligionen oder Sekten, galten fur viele Christen des 18. Jahrhunderts als “unglaubig” – und sollten entweder bekehrt und missioniert oder aber verfolgt und bestraft werden. Befurworter eines toleranten Umgangs setzten sich dem Verdacht aus, selbst unglaubig zu sein. Die Rolle des “Unglaubigen” markiert somit einen spannenden Ausschnitt der komplexen Beziehung zwischen Aufklarung, Theologie und Recht (nicht nur) im 18. Jahrhundert. Der Band versucht eine exemplarische Annaherung mit historischen, rechtshistorischen, philosophischen, literaturwissenschaftlichen und theologischen Beitragen.

  • Edited by Andreas Deutsch
  • Edited by Ulrich Kronauer