Der “Dritte Weg” als gleichgewichtiges Anziehungszentrum.
Sozialontologische Geometrie und Psychodynamik der Gemeinwirtschaft im Werk von Werner Wilhelm Engelhardt (1926–2021).
By (author) Frank Schulz-Nieswandt
Paperback (Published)
(February 2022)
ISBN: 9783428183210
6.18 x 9.17 inches
Price: $109.00
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Das Werk des neu-kantianisch geprägten Werner Wilhelm Engelhardt wird im Kontext der ersten Jahrzehnte der bundesdeutschen Universität reflektiert. Seine Orientierung am ethischen freiheitlichen Sozialismus der Gemeinwirtschaftslehre und Sozialpolitik der Gerhard Weisser-Schule machte ihn zum Außenseiter, verbunden mit sozialen Ausgrenzungen. Die Werkanalyse ist integriert in eine psychodynamische und kulturgrammatische Reflexion von Orthodoxie und Heterodoxie in den Wirtschaftswissenschaften.
Werner Wilhelm Engelhardt war einer der bedeutenden Kopfe der Gerhard Weisser-Schule der Gemeinwirtschaftslehre und der Sozialpolitik. Dabei ging es insbesondere um die Rolle der Genossenschaften und um ahnliche Sozialgebilde im Kontext des Dritten Sektors und der Zivilgesellschaft. Dies war eingebettet in die Suche nach einem Dritten Weg und fragte dergestalt nach geschichtlich machbaren Utopien. Werner Wilhelm Engelhardt war einem neu-kantianisch gepragten ethischen freiheitlichen Sozialismus verbunden. Er war ein interdisziplinarer heterodoxer Auaenseiter in den Wirtschaftswissenschaften. Das fuhrte oftmals auch zu durchaus schmerzhaft erlebten sozialen Ausgrenzungen in der Wissenschaft im Kontext der zeitgeschichtlichen Entwicklungen nach 1945. Die Werkanalyse ist integriert in eine psychodynamische und kulturgrammatische Reflexion des Feldes von Orthodoxie und Heterodoxie. Das Werk ist heute eine unvollendete Aufgabe fur die soziale Verantwortung zukunftiger Generationen.
I. Grundlegung
Schicksal und Freiheitsgrad – Mythopoetische Deutung – Der Fixstern in einem Gewebe von Fäden, die sich zu einem kohärenten Mosaik fügen – Zur politischen Geometrie der sozialontologischen Fundierung der Sozialreform des freiheitlich-ethischen Sozialismus
II. Psychodynamik und Gravitation
Ruinen, Phönix und die Suche nach der Mitte – Aufgabe und Verantwortung als Erbschaft – Vom Vorteil eines Nachrufes – Die Thünen-Obsession – Ideengeschichte und Identitätssuche
III. Das Werkgebäude
Lebenslagenförderung als Aufgabe der Daseinsgestaltungspolitik in Namen der Sorge der Person – Die Exklusionspraktiken der Mentalität des Mainstreams der oeconomica pura und ihrer Ästhetik des Formalismus – Die seinsvergessene Verlorenheit der oeconomica pura – Die Theologie der ökonomischen Glaubenslehre – Die selektive Offenheit der disziplinären Kokon-Haltung der Ökonomie
IV. Marginalisierung
Anekdoten zur Wertschätzung und Anerkennung – Anekdote zur Bedürftigkeit – Recht als sittliche Ordnung der Freiheit
V. Kränkung, Identität und produktive Suche
Die Thünen-Formel vom »natürlichen Lohn« als Ikone – Offenheit als Haltung der Suche der Sozialgebildevielfalt – Paternalismusvorwurf als Ausdruck der Banalität des Denkens
VI. Paideia
Die Weisheit des leidenden Don Quichotte – Kritik des Sozialcharakters
VII. Zeitgebundenheit
Titelwahl der Festschrift: »Industrie- und Entwicklungsländer«
VIII. Quo vadis – Universität?
Der Verlust der Bildungsgenossenschaft – Der Verlust des Buches – Bürokratische Vermessungstechniken versus Sokratische Methode
IX. Wertschätzung und Respekt
Überheblichkeit und Unsicherheit – Die Verknappung der Phantasie
X. Utopie
Von der dialogischen Dyade zur Solidarität des Wir als die Vielen – Der Bund als Grundlage der miteinander verantworteten Freiheit – Zivilisationsmodell 2.0
XI. Unbedingte Universität
Streit der Fakultäten und die fehlende archimedische Klammer – Psychodynamik mathematischer Maskeraden
XII. Methodendualismus
Science versus Art – Hermeneutik des Stils – Exaktheit
XIII. Tiefe verstehen
Geschehenserfahrung von Ereignissen – Gestalt und der Geist der Formen
Schluss
Ausblick (I)
Ausblick (II): Politik
Auswahlliteratur zum Einstieg
- By (author) Frank Schulz-Nieswandt
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