Der Amateur als Kunstler

Studien zur Geschichte und Funktion des Dilettantismus im 18. Jahrhundert

by Alexander Rosenbaum

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Extent: 368 pages

Publisher: Dietrich Reimer Verlag

Subjects: Art & Art History

Series: Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte

Series volume number: 11

Language: German

Paperback (Published)

(June 2010)

ISBN: 9783786126249

Price: $62.00

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Das Phanomen des Amateurkunstlers und Dilettanten zahlt zu den bisher kaum beachteten Gegenstanden der kunsthistorischen Forschung. Das Werk dieser Schaffenden darf gleichwohl als ein entscheidender Beitrag zur Kunst- und Kunstlergeschichte des 18. Jahrhunderts verstanden werden. Unter einem Dilettanten versteht man gemeinhin einen Laien und Stumper, welcher dem Metier, in dem er sich versucht, eher Schaden als Nutzen bringt. Dabei wird ausser Acht gelassen, dass sich kunstlerisch begabte Personen vor allem deshalb als Dilettanten bezeichneten, um sich vom professionellen Kunstler abzugrenzen. Dilettieren wurde als eine dem Adel vorbehaltene exklusive Form der Kunstausubung verstanden, die sich weder finanziellen Interessen noch dem Geschmack eines grosseren Publikums unterwerfen musste und sich somit kreative Freiraume ermoglichte. Dieses dem ‘delectare’ und der Musse verpflichtete kunstlerische Selbstverstandnis geriet Ende des 18. Jahrhunderts vor dem Hintergrund einer klassizistischen Kunstasthetik und der verstarkten Akademisierung des Kunstlerstandes zunehmend in die Kritik. Anhand detaillierter Fallstudien rekonstruiert die Untersuchung die spannungsreiche, bis in die Antike zuruckverfolgte Geschichte dilettierenden Kunstschaffens. Vorgestellt werden die begriffsgeschichtliche Entwicklung des Phanomens von Shaftesbury bis Goethe sowie das kunstlerische Wirken dilettierender Adliger und Regenten wie den Medici, Lord Burlingtons, der preussischen Konige, der Marquise de Pompadour und Karoline Luise von Baden Durlachs.

  • By (author) Alexander Rosenbaum

Der Begriff "Dilettant" klingt im allgemeinen Sprachgebrauch heute anders als noch vor 300 Jahren - namlich abschatzig. Umso wichtiger ist dieses neue Buch im Sinne einer deutlichen Korrektur.Das Buch liest sich mit Gewinn und wird die Forschung diesem Bereich sicherlich sehr befruchten. Zu wunschen ist es ihm und der Forschung.Was Rosenbaum programmatisch ankundigt, lost sein dicht strukturiertes Uberblickswerk im Ergebnis ein: die Wurdigung zahlreicher bekannter und weniger bekannter Dilettanten anhand ihrer Werke und Selbstaussagen. (...) Eine derartige vorurteilsfreie Wertschatzung wurde bisher vorrangig den technischen Innovationen von Dilettanten, weniger aber ihrer kunstlerischen Produktion gezollt.
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