Convivium
Form und Bedeutung aristokratischer Geselligkeit in der römischen Antike
By (author) Dirk Schnurbusch
Hardback (Published)
(August 2011)
ISBN: 9783515098601
6.69 x 9.49 inches
Price: $107.00
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Die beruhmten ‘Zustande wie im alten Rom’ scheinen nirgendwo so deutlich hervorzutreten wie beim aristokratischen Bankett. Die antiken Quellen berichten von protzenden Gastgebern, erbrechenden Gasten und gedemutigten Dienern, von sexueller Zugellosigkeit, exzentrischen kulinarischen Kreationen, der leichtfertigen Benutzung und vorsatzlichen Zerstorung kostbarsten Hausrats. Die stadtromische Aristokratie suchte bei ihren Gastmahlern allerdings nicht nur die gesellige Entspannung. Das convivium zahlte zu den zentralen Einrichtungen aristokratischer Hauser und erfullte Funktionen, die uber die hausliche Sphare weit hinausreichten: Einerseits bildete sich dort die offentliche Meinung, zum anderen trug das Gastmahl durch die Manifestation und Reproduktion von Rangordnung und Prestigehierarchie, durch das auf die Sitzordnung wirkende Protokoll sowie die offentliche Prasentation konkurrierender Freundeskreise zur Transparenz der romischen Gesellschaftsordnung bei. Dirk Schnurbusch legt erstmals die standestypischen Konventionen aristokratischer Geselligkeit und die Bedeutung des Gastmahls als wichtigen Interaktions- und Kommunikationsrahmen der romischen Oberschicht offen.
Die beruhmten ‘Zustande wie im alten Rom’ scheinen nirgendwo so deutlich hervorzutreten wie beim aristokratischen Bankett. Die antiken Quellen berichten von protzenden Gastgebern, erbrechenden Gasten und gedemutigten Dienern, von sexueller Zugellosigkeit, exzentrischen kulinarischen Kreationen, der leichtfertigen Benutzung und vorsatzlichen Zerstorung kostbarsten Hausrats. Die stadtromische Aristokratie suchte bei ihren Gastmahlern allerdings nicht nur die gesellige Entspannung. Das convivium zahlte zu den zentralen Einrichtungen aristokratischer Hauser und erfullte Funktionen, die uber die hausliche Sphare weit hinausreichten: Einerseits bildete sich dort die offentliche Meinung, zum anderen trug das Gastmahl durch die Manifestation und Reproduktion von Rangordnung und Prestigehierarchie, durch das auf die Sitzordnung wirkende Protokoll sowie die offentliche Prasentation konkurrierender Freundeskreise zur Transparenz der romischen Gesellschaftsordnung bei. Dirk Schnurbusch legt erstmals die standestypischen Konventionen aristokratischer Geselligkeit und die Bedeutung des Gastmahls als wichtigen Interaktions- und Kommunikationsrahmen der romischen Oberschicht offen.
- By (author) Dirk Schnurbusch
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