Bildung durch Bewegung
Analysen und Konstruktionen eines bewegten Musikunterrichts aus der Perspektive Ästhetischer Bildung
By (author) Jasmin Naal-Glaßer
Paperback (Published)
(December 2017)
ISBN: 9783770570447
5.87 x 8.31 inches
Price: $79.00
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Im Zentrum der Ausführungen steht der Zusammenhang von Musik und Bewegung im Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen. Im Rekurs auf ein menschlich-gesellschaftlicher Erfahrung zugrundeliegendes und auch als didaktische Kategorie verstandenes Phänomen „Bewegung“ werden dabei Möglichkeitsräume menschlicher Bildung in ihrer Relevanz für inhaltliche, methodische und soziale Dimensionen innerhalb unterrichtlicher Arrangements ausgeleuchtet. Vor dem Hintergrund einer kritischen Analyse schulischer Realität führen historisch-systematische Betrachtungen zu Begründungen für eine bildungstheoretische Verortung von Bewegung im Zusammenhang mit musikalischem Lernen in der Schule. Denn es besteht der Verdacht, dass insbesondere an der weiterführenden (Regel-)Schule die körperlich-sinnlichen Anteile im unterrichtlichen Geschehen zugunsten der kognitiven Aspekte in den Hintergrund treten. Anhand soziologischer Betrachtungen lässt sich aufzeigen, dass die Diskrepanz zwischen Bedürfnissen Heranwachsender und der Schulrealität auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Strukturen steht und die Entkoppelung der kognitiven Aspekte von sinnlichen, emotionalen und sozialen Bezügen zu Beeinträchtigungen in der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen führt. Aktuelle Tendenzen einer soziokulturellen Beschleunigung und einer daraus resultierenden Transformation menschlichen In-der-Welt-Seins, die zu einer Entfremdung des modernen Menschen von seinen anthropologischen Bedingtheiten führen, können jedoch durch eine ästhetische (Re-)Konstruktion des Menschen im Sinne griechischer aisthesis überwunden werden. Insbesondere ein Musikunterricht, der den Körper nicht bloß als Bezugsfeld, sondern sogar als Fundament musikpädagogischen Denkens und Handelns betrachtet, vermag als „Labor einer anderen Praxis“ auch einem zunehmenden Analphabetismus im Verständnis unserer Körpersprachen entgegenzuwirken. Das unter Bezug auf verschiedene Referenzkontexte entwickelte Modell einer Integrativen Integration (INTINT) öffnet dabei Orientierungskontexte für einen bewegten Musikunterricht, in dem es weiterhin um einen grundlegenden und umfassenden Anspruch des Musikunterrichts mit allgemein bildendem Charakter, historisch kultureller Verortung und künstlerisch bestimmter musikpraktischer Arbeit gehen soll.
Im Zentrum der Ausführungen steht der Zusammenhang von Musik und Bewegung im Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen. Im Rekurs auf ein menschlich-gesellschaftlicher Erfahrung zugrundeliegendes und auch als didaktische Kategorie verstandenes Phänomen „Bewegung“ werden dabei Möglichkeitsräume menschlicher Bildung in ihrer Relevanz für inhaltliche, methodische und soziale Dimensionen innerhalb unterrichtlicher Arrangements ausgeleuchtet. Vor dem Hintergrund einer kritischen Analyse schulischer Realität führen historisch-systematische Betrachtungen zu Begründungen für eine bildungstheoretische Verortung von Bewegung im Zusammenhang mit musikalischem Lernen in der Schule. Denn es besteht der Verdacht, dass insbesondere an der weiterführenden (Regel-)Schule die körperlich-sinnlichen Anteile im unterrichtlichen Geschehen zugunsten der kognitiven Aspekte in den Hintergrund treten. Anhand soziologischer Betrachtungen lässt sich aufzeigen, dass die Diskrepanz zwischen Bedürfnissen Heranwachsender und der Schulrealität auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Strukturen steht und die Entkoppelung der kognitiven Aspekte von sinnlichen, emotionalen und sozialen Bezügen zu Beeinträchtigungen in der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen führt. Aktuelle Tendenzen einer soziokulturellen Beschleunigung und einer daraus resultierenden Transformation menschlichen In-der-Welt-Seins, die zu einer Entfremdung des modernen Menschen von seinen anthropologischen Bedingtheiten führen, können jedoch durch eine ästhetische (Re-)Konstruktion des Menschen im Sinne griechischer aisthesis überwunden werden. Insbesondere ein Musikunterricht, der den Körper nicht bloß als Bezugsfeld, sondern sogar als Fundament musikpädagogischen Denkens und Handelns betrachtet, vermag als „Labor einer anderen Praxis“ auch einem zunehmenden Analphabetismus im Verständnis unserer Körpersprachen entgegenzuwirken. Das unter Bezug auf verschiedene Referenzkontexte entwickelte Modell einer Integrativen Integration (INTINT) öffnet dabei Orientierungskontexte für einen bewegten Musikunterricht, in dem es weiterhin um einen grundlegenden und umfassenden Anspruch des Musikunterrichts mit allgemein bildendem Charakter, historisch kultureller Verortung und künstlerisch bestimmter musikpraktischer Arbeit gehen soll.
- By (author) Jasmin Naal-Glaßer
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